HOCHTIEF

20.02.19
Finanzen & Bilanzen

Konsortialkreditvolumen leicht unter Vorjahr

Unternehmen haben im vergangenen Jahr etwas weniger Konsortialkredite als im Vorjahr abgeschlossen. Die LBBW hat sich den Markt genauer angeschaut.

Der Markt für Konsortialkredite hält sich im Zehnjahresvergleich auf einem hohen Niveau. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Landesbank LBBW. Insgesamt wurden 178 Konsortialtransaktionen im Jahr 2018 abgeschlossen. Allerdings kam die Zahl nicht ganz an das starke Vorjahr 2017 heran: Im Vergleich dazu lag der Rückgang bei etwa 15 Prozent. Mit Blick auf das Volumen des Neugeschäfts ist der Rückgang etwas weniger deutlich ausgefallen. Das Gesamtvolumen lag bei 101,1 Milliarden Euro und somit um 12 Prozent unter dem Vorjahr.

Eine Transaktion, die das Volumen deutlich nach oben getrieben hat, war die Finanzierung, die der Baukonzern Hochtief zur Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis aufgenommen hat. Dieser größte Konsortialkredit des vergangenen Jahres hatte ein Volumen von stolzen 18,2 Milliarden Euro. Neben solchen Großtransaktionen sorgten auch syndizierte Kredite mit Nachhaltigkeitskomponente, wie etwa der von Henkel oder Verbund (Österreich) für eine Innovation im Segment der Konsortialkredite.

LBBW rechnet 2019 mit leichtem Rückgang

Für 2019 rechnet die LBBW damit, dass das Volumen in geringem Maße weiter sinken wird. 95 bis 100 Milliarden Euro erwartet die Landesbank insgesamt. Ein Grund für den Rückgang sei zum einen die Tatsache, dass viele Unternehmen in den vergangenen Jahren die Gelegenheit genutzt hätten, sich in dem niedrigen Zinsumfeld zu finanzieren.

Zum anderen dürfte die schwächere Konjunkturentwicklung auch Auswirkungen auf das M&A-Umfeld haben, was wiederum die Nachfrage nach Konsortialkrediten reduziert.

Koegler[at]derTreasurer.de

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