OMV platziert eine Hybridanleihe über 1,5 Milliarden Euro.

OMV Aktiengesellschaft

14.12.15
Finanzen & Bilanzen

OMV platziert Hybridanleihe über 1,5 Milliarden Euro

OMV deckt sich mit Hybridkapital ein. Der Öl- und Gaskonzern verschafft sich dadurch finanziellen Spielraum in einem herausfordernden Marktumfeld.

Während die nächste deutsche Hybridemission auf sich warten lässt, geht ein weiteres österreichisches Unternehmen an den Start. Der Öl- und Gaskonzern OMV hat eine Hybridanleihe mit unendlicher Laufzeit über 1,5 Millionen Euro platziert. Der Bond ist in zwei gleichgroße Tranchen unterteilt. Erste Kündigungsmöglichkeiten hat das Unternehmen nach sechs und bei der zweiten Tranche nach zehn Jahren. Bis zum ersten Kündigungstermin liegt der Kupon der ersten Tranche bei 5,25 Prozent. Die zweite Tranche wird bis dahin mit 6,25 Prozent verzinst.
 
Laut OMV war das Investoreninteresse so groß, dass das Orderbuch ein Volumen von mehr als 4 Milliarden Euro erreichte. Aufgestockt haben die Österreicher dennoch nicht. Zwei Tranchen mit einem Volumen in Benchmark-Größe waren geplant.

Ölkonzern verschafft sich finanzielle Flexibilität

Mit den neuen Mitteln will der Konzern seine finanzielle Flexibilität erhöhen und die Bilanz stärken. Auch die kurzfristigen Finanzierungen können durch die Neuemission etwas zurückgefahren werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die fallenden Ölpreise setzen auch OMV unter Druck. Das Management hat die Ölpreisannahmen für die Zukunft reduziert.

Welche Belastungen dadurch für die OMV entstehen und was bei dem Unternehmen in nächster Zeit noch ansteht, erfahren Sie im E-Magazin 24/2015 von DerTreasurer.

Koegler[at]derTreasurer.de