Listing im Prime Standard für Anleihen kostet 5.000 Euro jährlich

27.08.13 08:20

RWE-Bond wechselt in den Prime Standard für Unternehmensanleihen

Von Sabine Paulus

Der Energieversorger RWE ist mit seiner im Februar 2009 begeben Anleihe in den Prime Standard für Unternehmensanleihen der Deutschen Börse gewechselt. Hohe Transparenzanforderungen müssen hier erfüllt werden.

RWE-Anleihe wechselt in den Prime Standard für Unternehmensanleihen

RWE

Die Anleihe des Energieversorgers RWE, die der Finanzierungsarm des Konzerns im Februar 2009 begeben hat, hat in den Prime Standard für Unternehmensanleihen der Deutschen Börse gewechselt. Der Bond hat ein Volumen von 1 Milliarde Euro, ist mit einem Kupon von 6,5 Prozent ausgestattet und läuft bis 2021. Auf Anfrage von Der Treasurer äußerte sich RWE bis Redaktionsschluss nicht zu den Gründen des Wechsels. Der Prime Standard  ist ein Segment, das sich an große, international tätige Unternehmen, richtet, „die ihre Anleihe in einem Premiumsegment mit hoher Investorenaufmerksamkeit notieren möchten“, sagt Alexander von Preysing, stellvertretender Leiter Issuer & Primary Market Relations bei der Deutschen Börse zu Der Treasurer. Das Segment ist noch recht jung, es startete im Herbst vergangenen Jahres (vgl. Der Treasurer 18-2012).

Der Deutschen Börse zufolge ist der Prime Standard für Unternehmen interessant, die internationale Investoren ansprechen möchten und deren Anleihe mindestens ein Volumen von 100 Millionen Euro hat.  „Ein anderes Kriterium ist der Jahresumsatz des Unternehmens, der bei mindestens 300 Millionen Euro liegen sollte“, sagt von Preysing. Die Listingkosten für den Prime Standard für Unternehmensanleihen betragen jährlich 5.000 Euro und sind damit genauso hoch wie im Entry Standard, die Emittenten müssen aber im Prime Standard sehr hohe Transparenzanforderungen erfüllen, die sich an die Anforderungen des Prime Standards für Aktien anlehnt. Dazu gehören Jahres- und Halbjahresberichte, Ad-hoc-Mitteilungen, Unternehmens- oder Anleiherating und wichtige Unternehmenskennzahlen. Da die Aktien von RWE im Prime Standard gelistet sind, erfüllt das Unternehmen bereits „allerhöchste Transparenzanforderungen“, sagt von Preysing. „Von daher verzichten wir bei der Anleihe auf das maximale Reporting.“

Paulus[at]derTreasurer.de