Der Energiekonzern RWE hat seine vierte Hybridanleihe begeben.

RWE

12.04.12
Finanzen & Bilanzen

RWE zielt mit vierter Hybridanleihe auf asiatische Investoren

Der Energiekonzern RWE ist auf den Geschmack gekommen. Ende März hat der Versorger seine vierte Hybridanleihe begeben und damit 500 Millionen US-Dollar erlöst.

Der neue RWE-Bond läuft bis 2072, kann jedoch von RWE bereits erstmals nach fünfeinhalb Jahren gekündigt werden. Der Kupon beträgt 7,0 Prozent. Konsortialbanken waren Citigroup, BNP Paribas und Nomura sowie Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse und UBS. Die Anleihe richtete sich vor allem an asiatische Investoren in Hongkong und Singapur und war nach Unternehmensangaben mehr als vierfach überzeichnet. Zudem ist dieser Hybrid RWE zufolge die erste Hybridanleihe eines europäischen Versorgers im asiatischen Kapitalmarkt. Moody’s hat dem vierten Hybrid des Energiekonzerns ein vorläufiges Baa2-Rating gegeben. Damit liegt die Bonitätsnote zwei Stufen unter dem Unternehmensrating von RWE, was den Charakteristika von Hybridanleihen entspreche, teilte die Ratingagentur mit. Moody’s bewertet RWE mit A3, Ausblick negativ, S&P beurteilt den Essener Konzern mit A-, ebenfalls Ausblick negativ.

 

Mit dieser Emission hat RWE innerhalb von rund zwei Wochen zwei Hybrids platziert. Erst Mitte März dieses Jahres hatte der Essener Konzern 750 Millionen Pfund Sterling über einen Hybridbond eingesammelt. Mit diesen Schritten setzt der Versorger sein im August 2011 angekündigtes Hybridkapitalprogramm konsequent fort. Den ersten Hybrid hatte RWE 2010 in Euro platziert, 2011 folgte einer in Schweizer Franken. Mit den Transaktionen stärkt der Konzern, der wegen der Energiewende unter Druck steht, weiter sein Eigenkapital.

Paulus[at]derTreasurer.de