Lufthansa

15.05.19
Finanzen & Bilanzen

Schuldscheinmarkt startet langsam

Im ersten Quartal gab es in diesem Jahr weniger Emissionen als im vergangenen Jahr. Doch zuletzt zog die Aktivität am Markt wieder an.

Das erste Quartal am Schuldscheinmarkt ist ruhiger ausgefallen als im vergangenen Jahr. Laut Daten von Bloomberg wurden in den ersten drei Monaten 26 Transaktionen abgeschlossen, im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 33 Deals. Auch mit Blick auf das Volumen zeigt sich ein deutlicher Rückgang. Insgesamt wurden Schuldscheine über 3,9 Milliarden Euro platziert, was einem Rückgang von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (5,9 Milliarden Euro) entspricht.

Mit ein Grund für diesen Rückgang beim Volumen ist das Ausbleiben von großen Transaktionen mit Volumina über 500 Millionen Euro. 2019 gab es in den ersten drei Monaten nur eine solche Transaktion: den Schuldschein des Schweizer Schokoladenherstellers Barry Callebaut über 600 Millionen Euro. Zum Jahresauftakt 2018 überstiegen hingegen bereits drei Transaktionen die 500-Millionen-Marke. Eine davon war mit dem Milliardenschuldschein des Handelskonzerns Rewe die größte Transaktion des gesamten Jahres.

Mehr Schuldscheine im April

Nach dem eher ruhigen Auftakt zieht der Markt im zweiten Quartal jedoch wieder an: Laut Bloomberg haben 19 Unternehmen im März mit der Vermarktung eines Schuldscheins begonnen, sechs davon sind Emittenten aus dem Investmentgrade-Segment. Im April platzierte etwa die Fluggesellschaft Lufthansa einen Schuldschein über 800 Millionen Euro. Laut Informationen von Global Capital soll auch der Automobilzulieferer Continental einen Schuldschein über 500 Millionen Euro an den Markt gebracht haben. Zudem platzierte Telefónica Deutschland gerade erst einen Schuldschein über 360 Millionen Euro (siehe Seite 6).

Bloomberg zählte Mitte April bereits mehr als 20 Deals, die in der Pipeline sind und sich auf ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro belaufen. Das allein wäre schon ein Anstieg im Vergleich zum zweiten Quartal 2018. Damals wurden nur 3,2 Milliarden Euro platziert.

Koegler[at]derTreasurer.de

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