Bereits sieben Emittenten haben über die digitale Plattform VC Trade eine Privatplatzierung durchgeführt.

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05.07.18
Finanzen & Bilanzen

Sieben Emittenten nutzten Plattform VC Trade

Unternehmen nutzen zunehmend die digitale Plattform VC Trade. Aber nicht nur die Emittenten, sondern auch die Zahl der angebundenen Banken und Investoren wächst.

Die digitale Emissionsplattform VC Trade wächst weiter. Neben der Helaba und der BayernLB ist die SEB nun als dritte Bank seit einigen Wochen auf der Plattform vertreten, hat DerTreasurer aus Bankenkreisen erfahren. Eine große österreichische Bank sowie weitere deutsche und mehrere internationale Banken befänden sich derzeit im Onboarding, heißt es seitens der involvierten Parteien.

Und: Die Zahl der angeschlossenen Banken soll weiter steigen: „VC Trade ist keine Plattform, die die Helaba allein bespielen will“, sagte Helaba-Banker Andreas Petrie Mitte März zu DerTreasurer. „Nur diejenigen Plattformen, die für andere offen sind, haben Zukunft“, glaubt der Banker.

Auch die Zahl der angebundenen Investoren wird für die Entwicklung der Plattform entscheidend sein. Inzwischen haben sich schon 120 nationale und internationale Investoren an VC Trade angeschlossen.

VC-Trade-Emittenten kommen aus Deutschland und Österreich

Die Anzahl der Transaktionen, die bislang über die Plattform abgewickelt wurden, steigt ebenfalls und liegt derzeit bei sieben Privatplatzierungen. „Die Volumina der Transaktionen betragen im Durchschnitt rund 100 Millionen Euro“, sagt Stefan Fromme, Mitgründer und Geschäftsführer von VC Trade. Die Laufzeiten lägen zwischen fünf und zehn Jahren.

Die Emittenten stammen ihm zufolge aus Deutschland und Österreich und sind Familienunternehmen, nicht gelistete Aktiengesellschaften, MDax-Unternehmen und kommunale Betriebe. Namentlich bekannt sind bislang die österreichische Verbund AG und der Darmstädter Energie- und Infrastrukturdienstleister Entega. Verbund hatte Mitte März als erstes Unternehmen die digitale Plattform VC Trade genutzt und einen zehnjährigen grünen Schuldschein über 100 Millionen Euro begeben. Im Frühsommer folgte Entega und vermarktete einen Schuldschein über 50 Millionen Euro.

Paulus[at]derTreasurer.de

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