Wie Peter Rathgeb das Siemens-Treasury umbaut, ist in der Titelgeschichte der neuen Printausgabe von DerTreasurer zu lesen.

Jens Küsters

19.09.19
Finanzen & Bilanzen

So baut Peter Rathgeb das Siemens-Treasury um

Siemens ist im Wandel, so auch das Treasury. Wie Peter Rathgeb diesen Bereich des Technologiekonzerns umbaut, hat der Chef-Treasurer im Interview für die Titelgeschichte erklärt. Diese und weitere spannende Geschichten hält die neue Zeitschrift bereit.

Brexit, Handelskrieg, schwache Konjunktur: Als Treasurer kann man derzeit viele Sorgen haben. Kaum einer lässt sich diese Herausforderungen wohl so wenig anmerken wie Peter Rathgeb, als Treasurer-Redakteure ihn im Juli in München besuchten. Der gebürtige Österreicher leitet seit einem Jahr das Treasury von Siemens.

Deutschlands größter Industriekonzern befindet sich bekanntlich im Wandel: Siemens kauft Unternehmen, spaltet Teile ganz oder teilweise ab – und verpasst sich dabei noch eine neue Organisationsstruktur: Gleich zum Amtsantritt sah Rathgeb sich mit der Aufgabe konfrontiert, die Treasury-Einheit aus der Finanzsparte SFS herauszulösen.

Und jetzt ist er dabei, die Abteilung selbst neu zu ordnen. Besonders in einem Treasury-Ressort rechnet er mit einschneidenden Veränderungen: „Der Zahlungsverkehr wird in Zukunft vielleicht sogar eines der wichtigen Themen im Treasury überhaupt sein“, wie Rathgeb im Interview für unsere Titelgeschichte der neuen Ausgabe erklärte, die heute schon als E-Paper erhältlich ist.

Stefan Scholz: Doppelrolle bei Continental

Eine anderes Gespräch führte uns rund 600 Kilometer nördlich von München, nach Hannover. Bereits sechs Jahre sind vergangen, seit wir zuletzt ein größeres Interview mit Continental-Treasurer Stefan Scholz im Magazin hatten. Damals erholte sich das Unternehmen gerade von der Finanzkrise. Im Herbst 2019 steht der Zulieferer vor neuen Herausforderungen: Die Autokonjunktur stottert gewaltig. Die Hannoveraner wollen deshalb Werke schließen, die Antriebssparte mittels Teil-IPO oder Spin-off abspalten  und Mitarbeiter entlassen.

„Treasury-Prozesse, die am Anfang Sinn gemacht haben, sind für die derzeitige Größe nicht mehr angemessen.“

Dominika Kilka-Roth, Zalando

Scholz gestaltet die Transformation aber nicht nur als Treasurer mit, er hat eine bemerkenswerte Doppelrolle: Seit 2015 sitzt er im Aufsichtsrat von Continental, in diesem Jahr wurde er als Vertreter der leitenden Angestellten wiedergewählt. „In der Finanzkrise habe ich Erfahrungen gesammelt, die mich dazu ermutigt haben, mich stärker für die Beschäftigten von Continental einzusetzen“, sagt Scholz gegenüber DerTreasurer. Wie er diese Rolle mit seinem Treasurer-Job vereinbart, erklärt Stefan Scholz im Gespräch mit dieser Publikation.

Alles neu bei Zalando

Reicht die Geschichte von Continental und Siemens bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, ist der Online-Händler Zalando gerade mal elf Jahre alt. „Zalando ist sehr schnell sehr stark gewachsen“, sagt Dominika Kilka-Roth, die seit knapp einem Jahr das Risikomanagementteam im Zalando-Treasury leitet. „Treasury-Prozesse, die am Anfang Sinn gemacht haben, sind für die derzeitige Größe nicht mehr angemessen.“ Wie sich dies genau auf die FX-Absicherungsstrategie des Konzerns auswirkt, erklärt Dominika Kilka-Roth im Interview.

Schwerpunkt Finanzierung und Beilage Green Finance

Nicht auf FX, sondern auf Finanzierungstrends liegt in dieser Ausgabe der inhaltliche Schwerpunkt. Tatsächlich zeigt sich dieser Bereich so innovativ wie lange nicht: Der Schuldschein wird mit Hilfe von Plattformen digitalisiert, neue Spieler wie die Debt Fonds machen Banken in Teilsegmenten Konkurrenz, und natürlich wächst der Bereich Grüne Finanzierungen mit Green Bonds, grünen Schuldscheinen und den sogenannten ESG-linked Loans.

Speziell diesem Feld haben wir in Kooperation mit den Schwestermedien „FINANCE“ und „dpn Deutsche Pensions & Investment Nachrichten“ eine eigene Publikation gewidmet, die dieser Ausgabe zur Vertiefung des Finanzierungsschwerpunkts beiliegt.

Dentz[at]derTreasurer.de

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