Kommt bald die „Deutsche Commerzbank“? Top-Treasurer halten eine innerdeutsche Fusion für besser als eine Auslandsübernahme.

picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa

25.03.19
Finanzen & Bilanzen

So bewerten Treasurer die Pläne zur „Deutschen Commerzbank“

Die Deutsche Bank und die Commerzbank loten eine Fusion aus. DerTreasurer hat bei rund einem Dutzend Treasurern nachgefragt, wie sie zu solch einer möglichen Fusion stehen und mit welchen Folgen sie für ihre Zusammenarbeit mit den Banken rechnen.

Am vergangenen Wochenende wurde das heißeste Gerücht der deutschen Finanzszene zur Gewissheit: Deutsche Bank und Commerzbank loten eine Fusion aus. Man habe sich darauf geeinigt, „ergebnisoffene Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss aufzunehmen“, heißt es seitens der Commerzbank. Bis spätestens Ende April sollen diese Gespräche zu einem konkreten Ergebnis führen, heißt es aus Finanzkreisen. Ob es tatsächlich zu einem Zusammenschluss kommt, sei offen, betonte insbesondere die Deutsche Bank.

Wie stehen Treasurer zu der möglichen Fusion der wichtigsten deutschen Firmenkundenbanken? Mit welchen Konsequenzen rechnen sie für ihre Zusammenarbeit mit den Instituten? Welche Erfahrungen haben sie mit früheren Bankfusionen gesammelt? DerTreasurer hat bei rund einem Dutzend Treasurern vorgefühlt und ein Stimmungsbild eingeholt.

Treasurer befürworten nationalen Champion

In einem Punkt sind sich die Befragten nahezu einig: Sie sehen die Vision eines nationalen Champions – die vor allem Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein Staatssekretär und Ex-Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies verfolgen – positiv.

„Eine deutsche Lösung wäre besser als die Übernahme einer Bank durch ein ausländisches Institut“, sagt ein Befragter. Insbesondere bei der Commerzbank gab es immer wieder Gerüchte über die Übernahme durch ein französisches Institut. Ein anderer fordert, der Zusammenschluss solle „ergebnisoffen ausgelotet“ werden. Politischer Druck scheine ihm jedoch „der falsche Auslöser“ zu sein.

Lediglich einer der Befragten sah die Bildung eines nationalen Champions nicht für unbedingt zwingend an: „Solange eine ausreichende Anzahl an konkurrenzstarken Instituten am Markt ist, sehe ich den Bedarf an Banking Support grundsätzlich gedeckt.“ Eine deutsche Bank sei hierzu „nicht zwingend erforderlich“. Mit dieser Meinung blieb er in der Minderheit.

Mit welchen Folgen die Treasurer für ihre Zusammenarbeit mit den Banken rechnen und welche Erfahrungen sie mit früheren Bankfusionen gemacht haben, erfahren Sie im vollständigen Artikel im E-Magazin 6-2019 von DerTreasurer.

Dentz[at]derTreasurer.de

Keine Neuigkeiten aus dem Treasury mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos den DerTreasurer-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.