Gerettet, aber nicht überlebensfähig? Solarworld hat noch einen steinigen Weg vor sich.

Solarworld

08.08.13
Finanzen & Bilanzen

Solarworld: Restrukturierung steht, und nun?

Es ist vollbracht: Auch die Aktionäre von Solarworld haben der Restrukturierung zugestimmt. Der Konzern scheint gerettet - vorerst. Der zähe Überlebenskampf hat erst begonnen, Analysten halten das Geschäftsmodell für nicht tragfähig.

Aufatmen bei Solarwold: Die Insolvenz ist zumindest vorläufig vermieden. In der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten am Mittwochabend wie erwartet auch die Aktionäre dem Restrukturierungsplan zu. Am Montag und Dienstag hatten bereits die Anleihegläubiger des 2011er sowie des 2010er Bonds den Restrukturierungsplan von CFO Phillip Koecke und CEO Frank Asbeck abgesegnet. Die Schulden des Solarmodulherstellers sollen nun mit Closing der Refinanzierung, das für Anfang 2014 erwartet wird, von 931 Millionen Euro um gut die Hälfte auf 426 Millionen Euro sinken.

 

Doch Solar-Analysten bezweifeln, dass Solarworld wieder in Erfolgsspur zurückkehren wird: „In dem kapitalintensiven und noch dazu von Preisschlachten bestimmten Markt für Modulherstellung gibt es für Solarworld kaum noch etwas zu holen“, sagt Stefan Freudenreich, Analyst der Equinet Bank gegenüber unserer Schwesterpublikation FINANCE. Hier erfahren Sie mehr über die Details des Rettungsplans und über das Geschäftsmodell.