Top-Finanzierung

21.10.16 09:22

Tele Columbus passt Kreditkonditionen an

Von Antonia Kögler

Tele Columbus hat die Konditionen für einen Kreditvertrag über insgesamt 1,38 Milliarden Euro angepasst. Das bringt dem Kabelnetzbetreiber eine deutliche Zinsersparnis.

Tele Columbus passt einen Kredit an und senkt dadurch die jährliche Zinslast.

Tele Columbus/Hoffotografen

Tele Columbus passt einen Kredit an und senkt dadurch die jährliche Zinslast.

Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber hat die Konditionen einer milliardenschweren Finanzierung neu verhandelt. Für bestehende langfristige Darlehen über 1,255 Milliarden Euro erreichte Tele Columbus eine Laufzeitverlängerung bis 2023. Gleichzeitig konnte der hochverschuldete Konzern die Konditionen um rund 50 Basispunkte senken.

Diese liegen nun bei 400 Basispunkten plus Euribor. Durch die Zinssenkung kann der Netzbetreiber eine deutliche Ersparnis einfahren. Laut eigenen Angaben liegt die bei rund 6,3 Millionen Euro jährlich. Laufzeit und Zinsen bei der bestehenden Investitionskreditlinie sowie der revolvierenden Kreditlinie, die sich zusammen auf rund 125 Millionen Euro belaufen, haben sich nicht verändert.

Insgesamt gab es bei dem syndizierten und vorrangigen Kreditvertrag über 1,38 Milliarden Euro kleine technische Anpassungen. Tele Columbus rechnet damit, dass die Transaktion Ende Oktober abgeschlossen und damit auch wirksam sein wird. Die Verhandlungen wurden von J.P. Morgan begleitet.

Zweite Refinanzierung des Jahres für Tele Columbus

Das Unternehmen hat im Juni dieses Jahres bereits eine kleinere Refinanzierung vorgenommen. Dabei wurde ein nachrangiger Second Lien Term Loan über 117 Millionen Euro refinanziert. Dafür syndizierte Tele Columbus einen vorrangigen Kredit über 125 Millionen Euro, der neben der Ablösung des nachrangingen Kredits auch die damit verbundenen Finanzierungskosten abdeckt, erklärte das Unternehmen gegenüber DerTreasurer.

Das Darlehen läuft bis 2021 und ergänzt einen bereits bestehenden vorrangigen Kredit (First Lien Term Loan B). Diese Verbindlichkeiten stammten noch aus Zeiten, als der Berliner Kabelnetzbetreiber verschiedenen Private-Equity-Gesellschaften gehörte.

Für das verbleibende Jahr hat der Konzern, der im Januar 2015 den Sprung an die Börse schaffte, keine weiteren Finanzierungen geplant. Im Rahmen der Refinanzierungen haben die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's ihre Bewertungen des SDax-Konzerns bei B2 und B bestätigt. Die Ausblicke der Ratings sind stabil.

Koegler[at]derTreasurer.de

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