Digital unterwegs: Rheinmetall hat seinen ersten Schuldschein ausschließlich über eine Plattform emittiert.

ipopba/iStock/Thinkstock/Getty Images

05.02.20
Finanzen & Bilanzen

Welche Vorteile Rheinmetall im digitalen Schuldschein sieht

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat einen Schuldschein ausschließlich digital platziert. Für Treasury-Chef Burkhard Grimm ist das die Zukunft.

Immer mehr Unternehmen nutzen eine digitale Plattform, um Schuldscheine zu emittieren - die meisten von ihnen allerdings parallel zur klassischen Vermarktung. Dass ein Emittent ausschließlich digital platziert, ist noch eher selten. Rheinmetall ist diesen Weg nun gegangen - wenn auch mit einem vergleichsweise geringen Volumen. Die Düsseldorfer sammelten insgesamt 75 Millionen Euro über die Schuldscheinplattform VC Trade ein.

„Der digitale Schuldschein war ein Testballon für uns und diente nicht der Liquiditätssicherung“, sagt Burkhard Grimm, Head of Treasury bei Rheinmetall. Ursprünglich wollten die Düsseldorfer nur 50 Millionen Euro platzieren. Da die Emission laut Grimm „aber so deutlich überzeichnet“ war, wurde sie auf 75 Millionen Euro angehoben. Mit dem Ergebnis ist der Treasury-Chef zufrieden: „Das Paket, das wir schnüren konnten, spricht für die digitalen Schuldscheinplattformen.“

Rheinmetall erreicht lange Laufzeiten

So gliedert sich das Papier in Tranchen mit fünf, sieben und zehn Jahren Laufzeit. Grimm zufolge hat Rheinmetall bisher bei keinem der seit 2016 klassisch platzierten Schuldscheine eine zehnjährige Laufzeit realisiert. „Unsere längste Tranche seitdem lief sieben Jahre. Der Schwerpunkt lag aber auf fünf Jahren“, sagt der Treasurer. Bei der aktuellen Transaktion konnte Rheinmetall rund ein Drittel des Volumens über sieben und zehn Jahre platzieren. Der Kupon liegt Firmenangaben zufolge bei rund 1 Prozent bei den Fixtranchen über alle Laufzeiten hinweg. Die BayernLB hat die Transaktion als Arrangeur begleitet.

Aber nicht nur im Hinblick auf die Laufzeiten konnte der Konzern eine positive Erfahrung machen, auch investorenseitig erfüllten sich die Hoffnungen der Düsseldorfer. Warum, erfahren Sie in der E-Magazin-Ausgabe 2-2020 von DerTreasurer.

Paulus[at]derTreasurer.de

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