CFO Paul Smith konnte bei der Debütanleihe von Wintershall Dea mit zwölf Jahren die längste Laufzeit einer Tranche bei einer Erstemission platzieren.

Wintershall Dea

22.10.19
Finanzen & Bilanzen

Wintershall Dea gibt Kapitalmarktdebüt

Der noch junge Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea hat seine erste Anleihe platziert. CFO Paul Smith sprach mit DerTreasurer über die Hintergründe der 4 Milliarden Euro schweren Debütanleihe.

Der erst im Frühjahr dieses Jahres aus der Zusammenlegung der Explorations- und Produktionsaktivitäten von BASF und Letter One neu entstandene Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea hat mit seiner Debütanleihe ein Zeichen am europäischen Kapitalmarkt gesetzt. Der aus den Unternehmen Wintershall und Dea fusionierte Konzern konnte Mitte September eine Anleihe in vier Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden Euro platzieren.

Jede Tranche hat dabei ein Volumen von 1 Milliarde Euro. Die vierjährige wird jährlich mit 0,452 Prozent verzinst, die sechsjährige mit 0,840 Prozent und die neunjährige mit 1,332 Prozent. Für die zwölfjährige Tranche muss der Konzern pro Jahr 1,823 Prozent Zinsen zahlen. Moody's bewertet die Anleihen mit Baa2 und Fitch mit BBB, das entspricht auch den langfristigen Kreditratings von Wintershall Dea.

Wintershall Dea lag mit Anleihe voll im Zeitplann

„Wir freuen uns, mit dieser Transaktion den nächsten strategischen Meilenstein für den neuen Konzern Wintershall Dea erreicht zu haben“, sagt Paul Smith, CFO des Gas- und Ölkonzerns mit Sitz in Kassel und Hamburg. „So ist uns die größte Erstemission eines Unternehmens mit Baa2/ BBB-Rating gelungen. Zudem konnten wir mit zwölf Jahren die längste Laufzeit einer Tranche bei einer Erstemission platzieren.“

Mit seiner Emission lag der Konzern eigenen Angaben zufolge vollständig im Zeitplan. „Wir wollten unsere Brückenfinanzierung über 3,7 Milliarden Euro, die wir zum Closing des Unternehmenszusammenschlusses gut vier Monate vor dieser Emission aufgenommen haben, so zügig wie möglich ablösen“, sagt Smith.

Zwar wäre diese Finanzierung, die von 16 internationalen Banken bereitgestellt wurde, noch bis mindestens Mai 2020 gelaufen, doch der CFO wollte die Ausfinanzierung eigenen Angaben zufolge aufgrund der „derzeit sehr guten Konditionen und der somit erreichten Sicherheit noch in diesem Jahr realisieren“. „Das erste Fenster am Anleihemarkt, das sich hierfür anbot, lag im September“, sagt Smith.

Welche Pläne Wintershall Dea ursprünglich hatte und warum CFO Paul Smith diese fallengelassen hat, erfahren Sie im E-Magazin 20-2019.

Paulus[at]derTreasurer.de

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