Corestate Capital muss in den kommenden Wochen dringend Geld auftreiben.

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27.10.22
Finanzen & Bilanzen

Corestate ringt um Refinanzierung

Der Asset Manager Corestate wollte einst Investmentgrade erreichen. Jetzt bangt der frühere SDax-Konzern um seine Refinanzierung.

Im Juli 2017 war die Welt des Immobilien-Asset Manager Corestate Capital vergleichsweise sorgenfrei. Die Immobilienbranche boomte, die Finanzierungskosten waren niedrig. Unter der Führung des damaligen CFO und früher Vonovia-Treasurer Lars Schnidrig konnten die Frankfurter eine neue Finanzierungsstruktur aufbauen, die aus einer 300 Millionen Euro schweren Anleihe und einer Wandelanleihe über 200 Millionen Euro bestand. Damit löste man teure Altkredite ab.

Corestate war Investmentgrade-Kandidat

Damals träumte man beim früheren SDax-Konzern noch vom Investmentgrade, es wäre ein Ritterschlag für den Immobilienspezialisten gewesen. In besten Zeiten lag das Rating bei S&P bei BB+ mit positivem Ausblick. Von den Träumen ist jedoch nicht mehr viel übrig. Fünf Jahre später befindet sich Corestate in einer bedenklichen Schieflage – und die Zeit drängt. S&P hat Corestate mittlerweile auf CCC– (negativer Ausblick) tief in den spekulativen Bereich heruntergestuft. Einen Zinstermin für den Bond Mitte Oktober ließ man verstreichen, die Wandelanleihe wird im November fällig.

Wie es zu dem Abstieg von Corestate kam und wie Finanzierungslösungen aussehen könnten, lesen Sie im vollständigen Artikel bei unserer Schwesterpublikation FINANCE (Abo).

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