Die EnBW braucht Geld für Infrastrukturprojekte im Bereich erneurbare Energien.

EnBW

26.02.21
Finanzen & Bilanzen

EnBW sammelt mit Anleihen 1 Milliarde Euro ein

Der Energieversorger EnBW füllt mit einer Anleihe die Kasse mit 1 Milliarde Euro. Das frische Geld soll für Infrastrukturprojekte ausgegeben werden.

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG füllt ihre Kasse mit 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen hat zwei 500 Millionen Euro schwere Bonds begeben mit Laufzeiten von sieben und zwölf Jahren. Die Anleihe mit der kürzeren Laufzeit hat einen Kupon von 0,125 Prozent, die andere Tranche wird mit 0,500 Prozent verzinst.

Den Karlsruhern zufolge waren die Papiere in kurzer Zeit 2,7- und 3,0-fach überzeichnet. Aufgrund der hohen Nachfrage habe man attraktive Konditionen erreichen können. Begleitet wurde die Emission von einem Bankenkonsortium, das sich aus Citigroup, ING und Morgan Stanley als Joint Global Coordinators sowie BayernLB, Commerzbank, HSBC und SEB als zusätzlichen Joint Bookrunners zusammensetzt.

Das frische Geld will der Energieversorger für Infrastrukturinvestitionen einsetzen. Wie auch seine Wettbewerber muss sich EnBW momentan stark mit der Energiewende auseinandersetzen. Bis Ende 2020 habe man den Ergebnisbeitrag der Netze und der erneuerbaren Energien bereits deutlich gesteigert, teilte der Energieversorger mit. Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 lag das um neutrale Effekte bereinigte Ebitda bei 2 Milliarden Euro. Davon entfielen über 75 Prozent (586 Millionen Euro) auf erneuerbare Energien. Bis 2025 wollen die Karlsruher diesen Anteil weiter ausbauen und zu einem "nachhaltigen Infrastrukturpartner" werden. Das Adjusted Ebitda soll in diesem Zuge auf 3,2 Milliarden Euro ansteigen.

EnBW kooperiert mit Ölnkonzern BP

Die Finanzspritze könnte das Unternehmen auch für den Ausbau von Offshore-Windparks gebrauchen. Vor wenigen Tagen hat der Energieversorger mitgeteilt, dass er sich dazu in Kooperation mit dem britischen Ölkonzern BP neue Flächen in Großbritannien gesichert habe. Auf der gekauften Fläche könnten zwei Windparks mit insgesamt 3.000 Megawatt Leistung gebaut werden. Zum geplanten Investitionsvolumen äußerten sich BP und EnBW allerdings nicht. Die Windparks sollen bis 2028 in Betrieb genommen werden.

s.backhaus[at]dertreasurer.de

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