Neue Grüne Transaktionen, aktuellen Entwicklungen in der ESG-Regulatorik: Alle News rund um Sustainable Finance finden Sie hier im Green-Finance-Ticker.

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10.08.22
Finanzen & Bilanzen

Green Finance: Mann+Hummel setzt auf ESG-Kredit

Mann+Hummel und Teamviewer haben ESG-Kredite abgeschlossen ++ LBBW zieht Bezeichnung als klimaneutral zurück ++ Diese und weitere News hier im Green-Finance-Ticker.

Update 10.08.2022: Mann+Hummel setzt auf ESG-Kredit

Mann+Hummel setzt ein weiteres Mal auf Green Finance. Nach drei grünen Schuldscheinen in den vergangenen Jahren, einer davon zusätzlich mit ESG-Link, hat das Unternehmen nun einen revolvierenden Kredit über 800 Millionen Euro mit Nachhaltigkeitskomponente abgeschlossen. Der Zinssatz der Kreditlinie ist an das ESG-Rating von Ecovadis gekoppelt. Diese Bewertung hatte das Unternehmen schon bei dem ESG-linked Schuldschein eingesetzt.

Die Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und beinhaltet zwei Optionen zur Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr. Beteiligt war ein Konsortium aus neun Kernbanken. BNP Paribas, ING und LBBW waren bei der Transaktion Koordinatoren, Bookrunner und Konsortialführer, teilte der Autozulieferer mit. Die Linie löst den bisherigen Konsortialkredit vorzeitig ab, der noch bis 2024 gelaufen wäre.

Update 09.08.2022: Teamviewer begibt ESG-Kredit

Teamviewer hat einen Kredit in Höhe von 600 Millionen Euro begeben. Diese Konsortialfinanzierung ist an ESG-Vorgaben geknüpft. Mit der Kreditlinie will das Unternehmen bestehende Verbindlichkeiten refinanzieren.

Update 04.08.2022: LBBW nennt sich nicht mehr klimaneutral

Die Landesbank Baden-Württemberg zieht den Claim zurück, sie sei klimaneutral. Das hatte zunächst die „Zeit“ berichtet. Ein Sprecher der Bank hat das gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. Im Nachhaltigkeitsbericht 2020 hatte die Bank noch angegeben, seit 2021 klimaneutral zu sein. Die verbleibenden Emissionen würden über Investitionen in ein Aufforstungsprojekt ausgeglichen. Im Nachhaltigkeitsbericht 2021 ist die Aussage bereits nicht mehr zu finden. Der Bericht wurde im April veröffentlicht.

Das allgemeine Verständnis zu Kompensationen sei ein anderes, weshalb man Klimaneutralität nicht für sich reklamieren könne, zitiert die dpa den Sprecher der Bank. Die Zeit berichtete, die Bank habe gängige Kriterien für solche Kompensationen nicht beachtet, etwa, dass die Bäume nicht ohnehin gepflanzt worden wären und nicht sichergestellt, dass dieselbe Tonne CO2 nicht von zwei Investoren beansprucht werde könnte.

Update 04.08.2022: Lanxess setzt sich Scope-3-Ziel

Der Spezialchemiekonzern Lanxess will die gesamte Lieferkette klimaneutral machen. Das Ziel: Die indirekten Emissionen in der vor- und nachgelagerten Lieferkette sollen bis 2050 eliminiert werden. Damit seien indirekt entstehende Emissionen insbesondere bei eingekauften Rohstoffen, aber auch in der Logistik und bei den Endprodukten gemeint, teilt der Konzern mit.

Die Science Based Targets Initivative hat dem Unternehmen nach Angaben von Lanxess bestätigt, dass es sich auf dem 1,5-Grad-Pfad befindet. Der Konzern hat zudem sein Klimaneutralitätsziel für dirkete Emissionen und zugekaufte Energie (Scope 1 und 2) bis 2040 bestätigt.

Update 03.08.2022: Stadtwerke Düsseldorf geben ESG-Debüt

Die Stadtwerke Düsseldorf haben erstmals einen ESG-linked Schuldschein begeben. Dieser hat ein Volumen von 145,5 Millionen Euro und ist an drei KPIs gekoppelt. Diese sind der Ausbau von grüner Wärme, Grünstromerzeugung und Ladeinfrastruktur. Die Unicredit begleitete das Unternehmen bei der Strukturierung des Nachhaltigkeitskonzepts. Der Schuldschein hat vier Tranchen mit Laufzeiten von sieben, zehn, zwölf und fünfzehn Jahren.

Die laut den Stadtwerken deutlich überzeichnete Emission lockte neben Bestandsinvestoren auch neue Investoren an. Die Emission wurde von der DZ Bank, der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale und der Unicredit als Arrangeure, der Stadtsparkasse Düsseldorf als Co-Manager sowie CMS Hasche Sigle als Rechtsberater begleitet. Zusätzlich wurde der Schuldschein über die digitale Plattform Vc Trade vermarktet.

Update 01.08.2022: DIC Asset emittiert weiteren ESG-linked Schuldschein

Das Immobilienunternehmen hat einen weiteren ESG-linked Schuldschein emittiert. Dieser hat ein Volumen von 100 Millionen Euro und ist an Nachhaltigkeitskennzahlen geknüpft: Sinkt der Anteil von Green Buildings im Bestandsportfolio von DIC Asset bis Ende 2023 unter 15 Prozent, steigt der Zinssatz für die folgenden Zinsperioden um 5 Basispunkte. Liegt er zwischen 15 und 20 Prozent, ändert sich nichts – liegt er über 20 Prozent, sinkt der Zinssatz um 5 Basispunkte, teilte ein Sprecher von DIC Asset mit.

Der Schuldschein hat Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren. Die gewichtete jährliche Durchschnittsverzinsung ist 3,56 Prozent. Zeichner waren  institutionelle Investoren aus Deutschland und dem Ausland. Die nachhaltige Emission wurde von der BayernLB und der Helaba begleitet.

Update 28.07.2022: OLB ernennt Holger Sandker zum Nachhaltigkeitschef

Der Vorstand der Oldenburgischen Landesbank (OLB) hat Holger Sandker zum 1. August 2022 zum Head of Sustainability berufen. Mit der neu geschaffenen Funktion will die Bank eigenen Angaben zufolge „der wachsenden Bedeutung des Themenfeldes Nachhaltigkeit Rechnung tragen und die zugehörigen Aktivitäten der Bank künftig zentral steuern“.

Sandker berichtet direkt an OLB-CFO Rainer Polster. Der frisch berufene Nachhaltigkeitschef ist seit 2004 für die OLB tätig und hat zuletzt das Vorstandsbüro geleitet. In dieser Rolle habe er das Thema Nachhaltigkeit für die OLB von Beginn an verantwortet, heißt es seitens der Bank. Erst im Juli dieses Jahres hat der Vorstand der OLB eine Leitlinie für Nachhaltigkeit verabschiedet.

 

 

Update 28.07.2022: Philipp Killius wird Head of Sustainability/ESG bei Mazars

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars holt Philipp Killius als Head of Sustainability/ESG an Bord. Er soll zusammen mit Mazars‘ Nachhaltigkeitsteam und den zehn Kollegen und Kolleginnen, die mit ihm von Kirchhoff Consult wechseln, vom Standort Hamburg aus das Geschäftsfeld Sustainability/ESG weiter ausbauen, heißt es seitens der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft am heutigen Donnerstag.

„Ein wichtiges Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsleistungen verschiedener Fachbereiche und -gebiete in einer integrierten Lösung zu verknüpfen“, teilte Mazars weiter mit. In den Fokus rückten insbesondere die Beratung zur nichtfinanziellen Berichterstattung nach der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), zur gesetzeskonformen Gestaltung nachhaltiger Lieferketten sowie zu den kapitalmarktrelevanten Themen Sustainable Finance und ESG-Ratings. Auch die verstärkte Unterstützung der Prüfungsteams rund um ESG-Audits und ESG-Due-Diligence-Prozessen stünde auf dem Plan, heißt es weiter.

Update 27.07.2022: Badenova begibt erstmals grünen Schuldschein

Badenova hat erstmals eine grüne Finanzierung abgeschlossen. Der Energieversorger hat einen grünen Schuldschein in Höhe von 70 Millionen Euro platziert. Ursprünglich hatte das Freiburger Unternehmen nur 50 Millionen Euro einsammeln wollen. Mit dem frischen Geld möchte Badenova Energiewende- und allgemeine Infrastrukturmaßnahmen finanzieren. Weitere Details, zum Beispiel zu Tranchen und Laufzeiten, sind nicht bekannt.

Als Arrangeur der Transaktion agierte Finpair, die digitale Schuldscheinplattform der NordLB. Volkhard Leopold, Leiter Finanzen & Controlling bei Badenova, und Joachim Heizmann, Leiter Treasury von Badenova, haben den Energieversorger bei der Finanzierung betreut.

Update 21.7.2022: Neuer Chief Sustainability Officer bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank will ihren ESG-Bereich neu aufstellen und schlagkräftiger machen. Dafür schafft das Haus die Position Chief Sustainability Officer. Diese wird ab 1. September der bisherige Kommunikationschef Jörg Eigendorf besetzen. Mehr über die Hintergründe dieser Personalie lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.

Update 07.07.2022: Responsible-Investing-Chef von HSBC AM tritt ab

Der suspendierte Global Head of Responsible Investing von HSBC Asset Management, Stuart Kirk, gibt seinen Posten ab, wie aus einem Post auf Linkedin hervorgeht. Der britische Banker war im Mai suspendiert worden, nachdem er in einem Vortrag unter dem Motto „Warum sich Investoren keine Sorgen wegen des Klimawandels machen müssen“ gesagt hatte, dass die Risiken durch den Klimawandel übertrieben dargestellt würden. Er sei in seiner Karriere immer wieder „Spinnern“ begegnet, die einen Weltuntergang vorhergesagt hätten. In dem aktuellen Post kündigt er zudem an, mit einigen anderen an einem neuen Projekt zu arbeiten – der „wohl großartigsten Sustainable-Investing Idee, die je entwickelt wurde“.

Update 06.07.2022: EU nimmt Atomkraft und Erdgas in die Taxonomie auf

Die Entscheidung ist gefallen. Heute hat das EU-Parlament den delegierten Rechtsakt zur EU-Taxonomie angenommen. Um den Beschluss zu verhindern, hätten 353 der 705 Abgeordneten dagegen stimmen müssen. Das taten allerdings nur 328. Dieser umfasst unter bestimmten Voraussetzungen die Einbeziehung von Atomkraft und Gas in die Taxonomie, die mehr Klarheit darüber schaffen soll, was nachhaltig ist und was nicht.

Gegen die Aufnahme dieser Energieformen, die als politischer Kompromiss gilt, wurde bis zum Schluss gerungen. Umweltverbände, wie etwa der WWF, erwägen rechtliche Schritte gegen die Entscheidung. Der Beschluss könnten noch aufgehalten werden, wenn sich 20 der 27 EU-Mitgliedsstaaten dagegen stellen. Das gilt allerdings als sehr unwahrscheinlich.

Update 06.07.2022: Nachholbedarf bei ESG-Reportings

Ein Großteil der Unternehmen hat bislang Nachholbedarf beim Thema ESG-Reporting. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Workiva. Zwei Drittel der befragten Firmen gaben an, nicht ausreichend darauf vorbereitet zu sein, ESG-Ziele zu erreichen und die gesetzlichen Anforderungen an die Berichterstattung zu erfüllen.

Zudem berichteten 73 Prozent, dass sie keine Vertrauen in die Daten haben, die derzeit an die Stakeholder berichtet werden. Und das, obwohl rund 70 Prozent der deutschen Unternehmen Verantwortliche für die ESG-Berichterstattung benannt haben.

Update 05.07.2022: EZB will bei Corporate Bonds stärker auf Klimabilanz achten

Die Europäische Zentralbank will ihre Geldpolitik stärker an Nachhaltigkeitskriterien orientieren. Dazu gehört auch, dass sie beim Kauf von Unternehmensanleihen künftig stärker auf Klimaaspekte achten will. Ab Oktober will die Zentralbank diese neue Richtlinie bei ihren Reinvestitionen einsetzten und stärker auf Titel von Firmen mit besserer Klimabilanz setzen. Diese bessere Leistung soll anhand von niedrigeren Treibhausgasemissionen, ehrgeizigeren Zielen für die CO2-Reduktion und besseren klimabezogenen Offenlegungen gemessen werden, teilt die Zentralbank mit. Weitere Details sollen kurz zuvor folgen.

Gleichzeitig sollen auch die Regeln für Sicherheiten geändert werden, die Banken bei Kreditgeschäften mit der EZB stellen. Beispielsweise soll der Anteil von Papieren von Unternehmen mit großem O2-Fußabdruck, die Banken als Sicherheiten stellen können, begrenzt werden. Bis diese neue Regelung umgesetzt wird, könnte es aber noch bis Ende 2024 dauern.

Update 05.07.2022: Commerzbank setzt sich Ziele für CO2-Reduzierung in Kundenportfolio

Die Commerzbank hat für die Hälfte ihres ausgereichten Kreditvolumens Ziele für die CO2-Reduzierung in den kommenden acht Jahren festgelegt. Bei der Steuerung des Klimarisikos will sich die Bank eigenen Angaben zufolge zunächst auf CO2-intensive Branchen fokussieren. So strebt sie für den Bereich Energieerzeugung bis 2030 ein Reduktionsziel von mindestens 73 Prozent an, für das deutlich größere Portfolio mit privaten Baufinanzierungen eine Verringerung um mindestens 57 Prozent.

„Für die Bank ist das Erreichen dieser Ziele ein wichtiger Zwischenschritt, um die CO2-Emissionen ihres gesamten Kredit- und Anlageportfolios bis spätestens 2050 auf netto null zu reduzieren“, teile das Kreditinstitut mit.

Die konkreten Ziele, Kriterien für eine nachhaltige Kreditvergabe und verbindliche Ausschlusskriterien hat die Commerzbank in ihrem neuen ESG-Rahmenwerk festgehalten. Der Fokus des Dokuments liege auf dem Kerngeschäft, dem Kunden- und Produktportfolio, heißt es seitens der Bank weiter.

Dabei werde zwischen Sustainable Finance und Transformation Finance unterschieden. Sustainable Finance ist demnach der Anteil des Portfolios, der bereits als nachhaltig klassifiziert wird. Bis 2025 wird die Commerzbank mindestens 300 Milliarden Euro für nachhaltige Produkte mobilisieren. Das ist eine Verdreifachung gegenüber 2020. Zu Transformation Finance wiederum zählen die Finanzierungen, die zwar nicht den Anforderungen für Sustainable Finance erfüllen, die aber auch als normale Finanzierungen einen Beitrag zur Transformation der Kreditnehmer in Richtung Nachhaltigkeit leisten können.

Update 01.07.2022: Schweizer SIG begibt ESG-Schuldschein

Der Verpackungshersteller SIG hat ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 650 Millionen Euro platziert, wie das Unternehmen bekanntgegeben hat. Die Struktur des Darlehens mit Nachhaltigkeitsbezug besteht aus mehreren Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren und mit festen und variablen Zinssätzen auf marktgerechtem Niveau. Die hohe Nachfrage eines breiten Investorenkreises führte dazu, dass die Transaktion von einem Startbetrag von 300 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Die Mittel werden für die Rückzahlung von Brückenfinanzierungen verwendet, die Anfang 2022 für die Akquisitionen von Evergreen Asia und Scholle IPN aufgenommen wurden, schreibt SIG weiter. Der Schuldschein von SIG ist laut Unternehmensangaben die bisher größte Platzierung eines Schweizer Emittenten in diesem Jahr und eine der größten, die in den letzten zwei Jahren auf dem Markt stattgefunden hat.

Update 29.06.2022: Siltronic begibt ESG-linked Schuldschein

Siltronic hat einen ESG-linked Schuldschein über 300 Millionen Euro platziert. Die Transaktion ist in sechs Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren, die jeweils fix und variabel verzinst werden, erfolgt. Den Emissionserlös will der Siliziumwaferhersteller zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Finanzierung von strategischen Wachstumsinvestitionen nutzen. Die Verzinsung ist an die Bewertung der Nachhaltigkeitsentwicklung von Siltronic gekoppelt, sie ist abhängig vom Sustainalytics Management Score der Münchener.

Update 28.06.2022: Knorr-Bremse erhält Gold-Rating

Knorr-Bremse erhält den Gold-Status im Nachhaltigkeitsrating von Ecovadis. Demnach ist der Bremsenhersteller unter den besten fünf Prozent der von Ecovadis bewerteten Unternehmen.

Update 23.6.2022: ESG-Schuldscheine nehmen zu

Der Trend zu nachhaltigen Finanzierungstransaktionen zeigt sich auch am Schuldscheinmarkt deutlich. Wie aus einer aktuellen Veröffentlichung der Ratingagentur Scope hervorgeht, sind inzwischen rund 42 Prozent aller neuen Transaktionen am Schuldscheinmarkt mit einer ESG-Komponente versehen. Das umfasst Green Schuldscheine, die zur Finanzierung nachhaltiger Projekte eingesetzt werden, ebenso wie ESG-linked Transaktionen, deren Marge an ein Rating oder individuelle Nachhaltigkeitsziele gekoppelt ist. Die sogenannten ESG-linked Transaktionen sind die am häufigsten genutzte Variante, heißt es seitens der Agentur. Dominierend ist dabei die Koppelung der Zinsen an ESG-Ratings.

Der ESG-Trend am Schuldscheinmarkt setzt sich damit fort: Im vergangenen Jahr waren es nur knapp 30 Prozent der Transaktionen. Der Schuldscheinmarkt liegt damit in Sachen Sustainable Finance nun deutlich vor dem Anleihemarkt. Laut Sebastian Zank, Managing Director für Corporate Ratings bei Scope, sind es bei den Bonds in diesem Jahr nur etwa 32 Prozent der Emissionen mit einer Nachhaltigkeitskomponente versehen.

Update 15.06.2022: Ecovadis sammelt 500 Millionen US-Dollar ein

Die Nachhaltigkeitsratingagentur Ecovadis hat in einer Finanzierungsrunde 500 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Astorg and dem amerikanischen Investor General Atlantic. Zudem beteiligten sich aus Singapur die Investoren GIC und Princeville Capital. GP Bullhound war als Finanzierungsberater für Ecovadis aktiv.

Update 13.06.2022: BNP Paribas Asset Management und Fintech Matter starten Lösung für Nachhaltigkeitsdaten

BNP Paribas Asset Management und das dänische Fintech Matter starten eine gemeinsame Lösung für Nachhaltigkeitsdaten. Mit der Datenlösung sollen Investoren analysieren können, inwieweit die Erträge von Unternehmen mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen („SDGs“) übereinstimmen – oder auch nicht.

Update 07.06.2022: Commerzbank emittiert Green Bond

Die Commerzbank hat einen Green Bond begeben. Die nicht-bevorrechtigte Anleihe hat ein Volumen von 500 Millionen Euro und war mehr als doppelt überzeichnet. Mit dem Erlös des Bonds will die Bank Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien finanzieren. Es ist bereits der dritte Green Bond der CoBa. 

Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5,25 Jahren und ist mit einem Kupon von 3 Prozent pro Jahr verzinst. Joint-Lead-Manager der Transaktion waren neben der Commerzbank ABN, BBVA, ING und Natixis.

Update 07.06.2022: BayernLB erweitert Rahmenwerk für nachhaltige Finanzierungen

Die BayernLB hat ihr Sustainable Financing Framework erweitert. Neben Solarenergie und Windkraft beinhaltet das Regelwerk nun auch die Kategorie Schienenverkehr. Das Rahmenwerk, das die Basis für nachhaltige Emissionen der BayernLB bildet, orientiert sich an den Zielen und Standards der EU-Taxonomieverordnung. Die Nachhaltigkeitsratingagentur ISS ESG bestätigt die Taxonomiekonformität des Schienenverkehrsportfolios der BayernLB.

Update 02.06.2022: Industriefirmen haben Nachholbedarf bei ESG-Ratings

Industrieunternehmen haben derzeit noch Nachholbedarf bei ESG-Ratings. Das zeigt eine aktuelle Branchenumfrage von Horváth. Demnach hat aktuell erst jedes vierte Unternehmen eine objektive Bewertung seiner Nachhaltigkeitskriterien durchführen lassen.

„Die Industrie ist grundsätzlich von ESG-Ratings überzeugt. Die zögerliche Umsetzung ist eher mit den Kriegsfolgen zu erklären. In den vergangenen Monaten mussten die Unternehmen ihre Strukturen in Einkauf, Produktion, Vertrieb und Logistik erst einmal mit Fokus auf andere Parameter durchleuchten und optimieren“, sagt Daniel Kittelberger, Studienleiter und Industrieexperte für Automatisierungs-, Antriebs- und Elektrotechnik bei der Managementberatung Horváth.

Den Willen zur Zertifizierung zeigt auch die Studie: 40 Prozent der Befragten planen, ein ESG-Rating spätestens 2023 umzusetzen. Zwei Jahre später werden dann voraussichtlich 80 Prozent die Zertifizierung durchlaufen haben.

Leidglich ein Fünftel sieht gar keinen Anlass für eine ESG-Bewertung. „Von einigen wenigen Unternehmen werden ESG-Ratings noch als Bewertungsmaßstab rein für Investoren missverstanden. Dabei hat sich dieser Reporting-Standard längst zur allgemeinen Marktanforderung entwickelt, als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für Kunden- und Partnerunternehmen“, sagt Kittelberger.

Über die Studie

Für die Horváth-Studie „Nachhaltigkeit im produzierenden Gewerbe 2022 – ökonomische Potenziale der Green Transformation“ wurden Industrieunternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden und 100 Millionen Euro Jahresumsatz aus Deutschland sowie Österreich und der Schweiz befragt. Sie basiert auf einer Stichprobe von 35 repräsentativ nach Industriezweig und Größe ausgewählten Unternehmen.

Update 25.5.2022: Nord/LB unterschreibt Klimaschutz-Selbstverpflichtung

Die Nord/LB hat sich der Klimaschutz-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors angeschlossen. Die Bank verpflichtet sich damit, ihre Kredit- und Investmentportfolien an den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Mit dieser Verpflichtung will der Bankensektor das Ziel festschreiben, aktiv an der gesellschaftlichen Transformation gegen den Klimawandel mitzuwirken. Das Haus hat bereits die Principles of Responsible Banking und den UN Global Compact unterzeichnet.

Update 24.05.2022: Fast die Hälfte der Anleihen in Europa laut PwC bis 2026 grün, sozial oder nachhaltig

Der Markt für Green und Sustainable Finance ist in Europa auf Wachstumskurs. Die europäischen Emissionen grüner, sozialer und nachhaltiger Anleihen (Green, Social, Sustainability/GSS Bonds) dürften bis 2026 auf 1,4 bis 1,6 Billionen Euro steigen – und dann nahezu die Hälfte der Anleiheemissionen in Europa ausmachen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, „ESG – Transformation of the Fixed Income Market?“, für die 2021 mehr als 200 Investoren und Emittenten von GSS-Anleihen befragt wurden.  2021 erreichten die Emissionen von GSS Bonds in der Staatengemeinschaft demnach bereits ein Rekordhoch von 500 Milliarden Euro und einen Anteil von 13,7 Prozent an den Gesamtemissionen.

Wachstumstreiber in Europa sind dabei die Green Bonds: 82 Prozent der befragten Emittenten wollen der Studie zufolge in den nächsten 24 Monaten einen Green Bond begeben. Bis 2026 dürften die Emissionen von grünen Anleihen auf 691,2 Milliarden Euro wachsen. Die Emissionen von Social Bonds dürften auf 317,1 Milliarden Euro und von Sustainability Bonds auf 391,8 Milliarden Euro zulegen.

Insgesamt wollen 84 Prozent der befragten Emittenten in den kommenden 24 Monaten eine GSS-Anleihe an den Kapitalmarkt bringen. 35 Prozent planen, ihre Emissionen dieser Assetklasse um mehr als 20 Prozent auszuweiten. 82 Prozent der Emittenten tendieren zu einem Green Bond.

Update 24.5.2022: Heidelberg Cement zapft Green-Finance-Markt an

Der Zementhersteller Heidelberg Cement hat eine revolvierende Kreditlinie mit ESG-Link abgeschlossen. Der Kredit hat ein Volumen von 2 Milliarden Euro. Die Verzinsung ist unter anderem an die Reduzierung von Emissionswerten gekoppelt. Zu den beteiligten Banken zählten Bank of America, BNP Paribas, Citibank, Commerzbank, Deutsche Bank, Danske Bank, ING, Intesa Sanpaolo, Helaba, Morgan Stanley, SEB und Standard Chartered als Koordinatoren, Bookrunner und Mandated Lead Arranger. Beraten wurde das Unternehmen von Hengeler Mueller.

Heidelberg Cement hat zudem ein Sustainability-linked Finance Framework veröffentlicht. Dieses Papier dient als Grundlage für künftige Emissionen verschiedener Art mit ESG-Link. Dazu können Anleihen, CPs, Darlehen, Schuldscheine und weitere Finanzierungsinstrumente zählen.

Update 12.05.2022: ING macht Pricing ihrer Finanzmarkprodukte von ESG-Performance abhängig

Die ING koppelt künftig das Pricing ihrer Finanzmarkprodukte an die ESG-Performance ihrer Firmenkunden. In Deutschland sei bereits ein Pilotprojekt gestartet worden, bei dem Quotierungen nicht mehr ausschließlich von internen Bonitäts- und Rentabilitätskennzahlen abhängen, sondern auch von der aktuellen ESG-Performance der Unternehmenskunden, teilte die Bank am heutigen Mittwoch mit. Den Anfang macht die ING eigenen Angaben zufolge mit dem Devisenhandel, weitere Anlageklassen wie Zinsen sollen folgen. Mit diesem Schritt will die Bank mehr nachhaltige Unternehmen als Kunden gewinnen. Hier können Sie den ausführlichen Artikel dazu lesen.

Update 11.05.2022: Taulia kooperiert mit Ecovadis

Das amerikanische Fintech Taulia hat eine Partnerschaft mit Ecovadis geschlossen. Die ESG-Ratings von Ecovadis sollen in die Taulia-Plattform Sustainable Supplier Finance eingebunden werden, damit Unternehmen nachhaltige Zulieferer identifizieren können. Lieferanten sollen wiederum finanzielle Anreize zur Verbesserung ihrer eigenen ESG-Leistung bekommen. Ecovadis und Taulia haben schon länger gemeinsam an einem Pilotprojekt für ein ESG-Linked Supply Chain Finance Programm gearbeitet.

Update 02.05.2022: Accenture übernimmt ESG-Beratung Akzente

Accenture hat die Nachhaltigkeitsberatung Akzente übernommen. Akzente berät Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wie Automobil, Finanzdienstleistung, Energie und Konsumgüter dabei, Nachhaltigkeit fest in ihr Kerngeschäft zu integrieren. Darunter zählen Nachhaltigkeitsstrategien, Nachhaltigkeitsberichterstattung und -kommunikation sowie Stakeholdermanagement. Bei Accenture verstärken die Neuzugänge den Bereich Accenture Sustainability Services. Insgesamt kommt Akzente in München und Berlin auf 60 Mitarbeiter.

Update 29.04.2022: KfW emittiert ersten Green Bond des Jahres

Die KfW hat den ersten Green Bond des Jahres emittiert. Dieser hat eine Laufzeit von 10 Jahren und ein Volumen von 3 Milliarden Euro. Der Bond ist mit 1,375 Prozent verzinst.

Update 27.04.2022: CRX Markets und Ecovadis werden Partner

Das auf Working-Capital-Finanzierungen spezialisierte Fintech CRX Markets und die Nachhaltigkeitsagentur Ecovadis haben eine Partnerschaft geschlossen. Das teilten beide Parteien am heutigen Mittwoch mit. Ziel der Partnerschaft sei es, die individuellen ESG-Ratings der Unternehmen nahtlos in die Plattform von CRX zu integrieren, um Finanzierungspartnern die Möglichkeit zu geben, die Nachhaltigkeit von Unternehmen faktenbasiert zu bewerten und adäquate Finanzierungskonditionen anzubieten. Die Daten könnten nun auf der Plattform auf Rechnungsebene mit relevanten ESG-Ratings und ESG-Kennzahlen angereichert werden.

Update 13.04.2022: Varta schließt ESG-linked Schuldschein ab

Der Batteriehersteller Varta hat ein Schuldscheindarlehen über 250 Millionen Euro platziert. Die Transaktion wurde von BayernLB, HBSC und Unicredit begleitet. Das Darlehen besteht aus vier Tranchen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren, schwerpunktmäßig mit fixem Zinssatz. Die anfängliche durchschnittliche Verzinsung liegt nach Unternehmensangaben bei rund 1,44 Prozent.

Der Schuldschein ist zudem an eine ESG-Komponente gekoppelt. Je nachdem, wie sich das von Sustainalytics für das Unternehmen erstellte ESG-Rating verändert, kann sich der Spread des Schuldscheins ändern. Mit dem Erlös der Transaktion soll der Ausbau des Lithium-Ionen-Geschäfts finanziert werden.

Update 08.04.2022: BDO und Helaba erwarten mehr Nachfrage nach Sustainability-Linked Loans

Der Wirtschaftsprüfer BDO und die Helaba erwarten eine steigende Nachfrage nach Sustainability-linked Loans. Auch im Mittelstand könnten künftig mehr Finanzierungen mit ESG-Elementen nachgefragt werden, so Alexander Rasch von der Helaba. Grund dafür ist die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), durch welche künftig rund 15.000 deutsche Unternehmen eine Nachhaltigkeitsberichterstattung ablegen müssen. Bisher waren es nur 550 Unternehmen. Diese erweiterte Berichtspflicht ebnet den Weg für ESG-linked Finanzierungen im Mittelstand.

Update 01.04.2022: KfW hat 37 Green Bonds emittiert

Die KfW hat laut eigenen Angaben im Jahr 2021 insgesamt 37 Green Bond Emissionen an den Markt gebracht. Diese hatten ein Volumen von 16,2 Milliarden Euro. Die Green Bonds machen 20 Prozent vom Gesamtemissionsvolumen der Förderbank aus. 85 Prozent der Emissionserlöse werden im Bereich Energieeffizienz verwendet, die restlichen 15 Prozent für Erneuerbare Energien.

Update 30.03.2022: Unternehmen setzen sich für ISSB-Standards bei EU ein

Mehr als 40 Unternehmen (unter anderem Bosch, Siemens Energy und Vonovia) haben sich in einem Schreiben an die Minister Buschmann und Lindner dafür eingesetzt, dass die Standards des International Sustainability Standards Boards (ISSB) im europäischen Recht aufgenommen werden. Das International Sustainability Standards Board (ISSB) ist in Frankfurt ansässig und erarbeitet international gültige Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Die EU skizziert aktuell im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) eigene Richtlinien. Mehr zum Thema ESG-Reporting lesen Sie in dem Artikel unserer Schwesterpublikation FINANCE.

Update 24.3.2022: E.on begibt Green Bonds über 1,5 Milliarden Euro

Der Energiekonzern E.on hat den Bondmarkt angezapft und Green Bonds über 1,5 Milliarden Euro platziert. Die Transaktion war stark nachgefragt, die Bonds waren achtfach überzeichnet. Die Emission teilt sich in zwei Tranchen: eine Tranche über 750 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2025 und einem Kupon von 0,875 Prozent, sowie eine weitere mit dem gleichen Volumen, einer Fälligkeit im März 2031 und einem Kupon von 1,625 Prozent.

Wie die Essener mitteilen konnte mit der gestrigen Transaktion bereits der Großteil des derzeit erwarteten Refinanzierungsbedarfs von 2022 gedeckt werden. Die Transaktion wurde von Goldman Sachs, J.P. Morgan, NatWest Markets und Santander als aktive Bookrunner begleitet.

Update 23.03.2022: Lanxess emittiert ESG-linked Bond

Das Chemieunternehmen Lanxess emittiert einen ESG-linked Bond in Höhe von 600 Millionen Euro. Dieser wurde mit 1,75 Prozent verzinst. Das Unternehmen strebt an, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2018 um 600.000 Tonnen auf dann 2,6 Millionen Tonnen zu reduzieren. Erreicht der Konzern das Ziel nicht, steigt der Zinssatz um 0,250 Prozentpunkte pro Jahr für nachfolgende Zinsperioden bis zum Ende der Laufzeit.

Update 22.03.2022: Vonovia emittiert Green und erstmals Social Bonds

Vonovia hat am gestrigen Montag erstmals zwei Social Bonds sowie eine grüne Anleihe, die vollständig mit der neuen EU-Taxonomie übereinstimmt, emittiert. Das sei eine Premiere in der Immobilienbranche, teilte der Immobilienkonzern am heutigen Dienstag mit.

Die Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro und einem Kupon von 1,875 Prozent waren nach Unternehmensangaben 4,7-fach überzeichnet. Die beiden Social Bonds, mit denen soziale Projekte wie belegungsgebundene Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen oder barrierearme Wohnungen finanziert werden, laufen 3,85 und 6,25 Jahre. Der Green Bond läuft zehn Jahre. Mehr zu den Bonds lesen Sie in dem Artikel unserer Schwesterpublikation FINANCE.

Update 21.03.2022: CHG-Meridian gibt grünes Debüt

Der Technologiemanager CHG-Meridian gibt sein grünes Debüt: Das Unternehmen aus der Nähe von Ravensburg hat zusammen mit der Helaba einen ESG-linked Loan über 50 Millionen Euro platziert. Das Darlehen wird über fünf Jahre zurückgeführt. Der ESG-linked Loan ist an das Rating der Agentur Ecovadis gekoppelt, mit der CHG-Meridian seit 2016 zusammenarbeitet.

Update 11.03.2022: Dussmann setzt auf Kredit mit ESG-Komponente

Der Dienstleistungskonzern Dussman hat eine Revolving Credit Facility mit ESG-Komponente über 140 Millionen Euro abgeschlossen. Der Revolver hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann zwei Mal um jeweils ein Jahr verlängert werden. 

Die Finanzierung ist an das Nachhaltigkeitsranking von Ecovadis gekoppelt. Wenn sich dieses verbessert oder verschlechtert, gibt es bei der Finanzierung einen Auf- oder Abschlag im Bereich von etwa 2,5 Basispunkten. Differenzbeträge will das Unternehmen an eine gemeinnützige Organisation spenden, die sich für Nachhaltigkeitsthemen einsetzt, so CFO Dieter A. Royal im Interview mit FINANCE.

Zudem wurden mit dem Bankenkonsortium vereinbart, dass sie zu den Konditionen des Revolvers noch einmal einen dreistelligen Millionenbetrag nachziehen könnten, wenn beispielsweise eine attraktive M&A-Option zusätzliche Investitionen erfordern würde.

Update 08.03.2022: Neuer Green Bond für BASF

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF platzierte neue Bonds über 2 Milliarden Euro. Die neunjährige Tranche über 1 Milliarde Euro ist als Green Bond ausgestaltet. Der Kupon des Papiers liegt bei 1,5 Prozent. Mit dem Erlös will der Chemiekonzern in die Bereiche Erneuerbare Energien, Carbon Management und zu einem kleinen Teil in Recycling-Projekte investieren.

Update 02.03.2022: EBA gibt Update zu nachhaltigen Verbriefungen

Die Europäische Bankaufsicht hat einen Bericht vorgelegt, der sich mit der Schaffung eines Rahmenwerks für nachhaltige Verbriefungen befasst, wie „TSI Kompakt“, ein Blog für Kredit- und Verbriefungsmärkte berichtete. Dafür hat die Behörde eine umfangreiche Bestandsaufnahme des Marktes vorgenommen, die zeigt, dass bislang eine geringe Emissionstätigkeit bei nachhaltigen Verbriefungen herrscht. Die Eba führt diese Tatsache auf die mangelnde Verfügbarkeit von nachhaltigen Forderungen sowie fehlenden Standards und Daten zurück.

Die Behörde hält den Use-of-Proceeds-Ansatz, also die Verwendung des Erlöses für nachhaltige Zwecke, für sinnvoll an diesem Markt. Sie empfiehlt zu diesem Zeitpunkt allerding kein dezidiertes nachhaltiges Verbriefungsrahmenwerk.

Update 24.02.2022: CSRD-Berichtspflichten könnten erst später kommen

Die Berichtspflichten der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) könnten erst später als erwartet greifen. Für einige Unternehmen sollte es schon für das Geschäftsjahr 2023 soweit sein. Davon rückt der europäische Rat nun für die weiteren Verhandlungen ab. Vielen Delegationen sei der vorgeschlagene Zeitplan der EU-Kommission zu ambitioniert gewesen, daher schlägt das Gremium nun neuen Fristen vor.

Ab dem Jahr 2024 sollen die neuen Regeln für die Unternehmen gelten, die bereits der NFRD unterliegen. Sie müssten dann 2025 über das vergangene Geschäftsjahr berichten. Ab Januar 2025 würden die Regeln auch die großen Unternehmen erfassen, die von der NFRD bislang nicht betroffen sind. Noch ein Jahr darauf wären dann die kleinen und mittleren Unternehmen dran. Für die KMU ist außerdem eine Übergangszeit vorgesehen, für den Fall dass Informationen über die Wertschöpfungskette noch nicht vorliegen. In einer Karenzphase soll ihnen mehr Flexibilität bei der Berichterstattung eingeräumt werden.

Update 22.2.2022: Vonovia erweitert Finanzierungsprogramm um soziale Komponente

Der Immobilienkonzern Vonovia hat ein neues Finanzierungsprogramm aufgelegt, das die Anforderungen an nachhaltige Finanzierungen weiter konkretisiert. Die Nachrichtenagentur ISS ESG hat eine Second Party Opinion zu dem neuen Sustainable Finance Framework abgegeben.

Die Bochumer richten sich dabei nun an dem Standard aus, der in der EU-Taxonomie für nachhaltige Gebäude definiert wird. Darüber hinaus hat Vonovia in dem neuen Programm auch die Finanzierung von sozialen Projekten. Darunter fallen Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen, oder im Vergleich günstige Mietwohnungen. Ziel dabei ist den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu erleichtern. Außerdem soll der Erlös von künftigen Social Bonds auch für barrierefreie Wohnungen genutzt werden.

Update 16.02.2022: Nassauische Heimstätte platziert Green und Social Schuldschein

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat für die Nassauische Heimstätte einen Green und Social Schuldschein platziert. Dieser ist an soziale und grüne Projekte gebunden. Die Landesbank agierte als Sole Arranger bei der Emission des Wohnungsunternehmens.

Das gesamte Emissionsvolumen in Höhe von 130 Millionen Euro verteilt sich auf Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von sieben und zehn Jahren sowie Namensschuldverschreibungen mit Laufzeiten von bis zu 22 Jahren. Die Spreads konnten jeweils am unteren Ende der Vermarktungsspanne festgelegt werden. Die Emission war mehrfach überzeichnet.

Mit dem Green und Social Schuldschein werden Neubauvorhaben finanziert, deren Energieausweis mindestens der Klasse A entspricht oder deren Primärenergiebedarf zehn Prozent unter den Vorgaben der geltenden Gebäudeenergiegesetzgebung liegt, sowie umfassende energetische Modernisierungsvorhaben. Zudem finanziert die Emission Investitionen mit einem klaren sozialen Nutzen, die bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache Mieter schaffen, und den Bau von Schulen und Kindertagesstätten. Geprüft wurde der Sustainability Schuldschein von der Nachhaltigkeitsagentur ISS ESG.

Update 09.2.2022: Axpo sichert sich Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente

Der Schweizer Energiekonzern Axpo schließt eine ungesicherte, revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2,5 Milliarden Euro ab. Damit refinanziert das Unternehmen die bestehende kommittierte Kreditlinie über 550 Millionen Franken aus dem Jahr 2020. Aufgrund der starken Nachfrage und einer deutlichen Überzeichnung wurde die Höhe der Kreditlinie von ursprünglich 1,5 Milliarden auf 2,5 Milliarden Euro erhöht. 

Der Kredit besteht aus mehreren Tranchen mit einer Laufzeit von 3 und 5 Jahren mit Verlängerungs- und Erhöhungsoptionen. Die Zinshöhe ist abhängig von der Erreichung von Zielen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und im Bereich Diversität.

Update 08.2.2022: Green Bonds könnten die 1,5-Billionen-Dollar-Marke knacken

Grüne Anleihen könnten im Jahr 2022 die Marke von 1,5 Billionen Dollar knacken – betrachtet man das globale Emissionsvolumen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht von S&P Global Ratings. Für dieses Jahr werden weltweit mehr Sustainability-linked Bonds und Green Bonds erwartet. Die Ratingagentur geht davon aus, dass Sustainability-linked Bonds das Segment ist, das am stärksten wächst.

Update 02.2.2022: Aurubis schließt einen ESG-linked Kredit ab

Der Metallanbieter Aurubis schließt einen Konsortialkredit über 350 Millionen Euro mit ESG-Link ab. Bei der syndizierten Kreditlinie ist die Option auf eine Erhöhung um bis zu 150 Millionen Euro eingebaut. Der Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann zweimal um je ein Jahr verlängert werden. 

Die neue Finanzierung ist an das Rating der Nachhaltigkeits-Bewertungsplattform Ecovadis gekoppelt. Die Kreditlinie ersetzt einen bestehenden Konsortialkredit, der eine Laufzeit bis 2023 hatte.

Update 01.2.2022: Deloitte holt sich ESG-Experten an Board

Bernhard Lorentz wechselt zu Deloitte und leitet dort ab 1. Februar den Geschäftsbereich Klima-Strategie. Zuletzt war Lorentz Geschäftsführer der Stiftung Klimaneutralität, zudem gründete der 50-Jährige die umweltpolitischen Think Tanks Agora Energiewende und Mercator Institute for Global Commons and Climate Change (MCC).

Lorentz hat bereits Erfahrung in der Beratung: Von 2015 bis 2019 arbeitete er bei EY, zuletzt als Managing Partner für die DACH-Märkte.

Update 28.1.2022: Erster ESG-linked-Factoring-Vertrag

Die LBBW-Tochter Süd Factoring wickelt mit dem Stuttgarter Servicespezialisten Leadec den ersten ESG-linked-Factoring-Vertrag in Deutschland ab. Ende 2021 haben Leadec und Süd Factoring bereits das seit 2017 bestehende Factoringprogramm um eine Nachhaltigkeitskomponente erweitert. Das Prinzip hinter dem ESG-linked-Factoring-Modell ist: Je erfolgreicher das Engagement von Leadec im Bereich Nachhaltigkeit ist, desto günstiger wird die Finanzierung. Das Unternehmen wird dabei jährlich in einen von vier ESG-Standards eingestuft: Platin, Gold, Silber oder Bronze. Die Finanzierungskonditionen sind unmittelbar an das Nachhaltigkeitsrating gebunden. Verbessert Leadec seinen Standard, verringert sich die Zinsmarge. Verschlechtert sich die Einstufung, erhöht sich die Kondition. Bei einer Beibehaltung des derzeitigen Standards bleibt die Kondition unverändert.

Update 24.1.2022: Berlin Hyp emittiert 500-Millionen-Green-Bond

Die Berlin Hyp hat einen ersten Green Bond unter ihrem neugeschaffenen Framework emittiert. Dabei handelt es sich um eine Senior Preferred Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro mit fünfjähriger Laufzeit. Die Anleihe ist an das Green Bond Framework der Berlin Hyp geknüpft, das durch die ESG-Ratingagentur ISS ESG zertifiziert wurde und mit den Vorgaben für Gebäude und Bauvorhaben der EU-Taxonomie konform ist. Moody’s und Fitch bewerten den Bond mit Aa2 beziehungsweise AA-. Laut Berlin Hyp wurde die deutlich überzeichnete Anleihe vorrangig von Banken, Sparkassen und Fonds gezeichnet. Die Emission wurde von Commerzbank, Crédit Agricole, JP Morgan, LBBW und Unicredit begleitet, es handelt es sich dabei bereits um den 15. Green Bond, den die Berlin Hyp emittiert hat.

Update 18.1.2022: Erster ESG-linked Loan für Knorr-Bremse

Das Münchener Unternehmen Knorr-Bremse hat seinen ersten Konsortialkredit abgeschlossen, der zudem an Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt ist. Das Volumen beträgt 750 Millionen Euro. Konkret hat das Unternehmen als Messlatte der eigenen Nachhaltigkeitsleistung ein ESG-Rating von ISS Corporate Solutions gewählt. Derzeit liegt die Bewertung bei C+. Je nachdem, ob sich das Rating verbessert oder verschlechtert, kann die Kreditmarge sinken oder steigen. Deutsche Bank und Unicredit haben die Transaktion koordiniert.

Mit dem Kredit, der über fünf Jahre läuft und zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden kann, ändert das Unternehmen zudem auch seine Finanzierungsstrategie. „Mit der Konsortialfinanzierung erweitern wir unsere Instrumente für die Langfristfinanzierung und modifizieren unsere bisherige Strategie, die von kurzfristig zugesagten, bilateralen Kreditlinien in Kombination mit langfristigen Kapitalmarktinstrumenten geprägt war“, erklärt Frank Markus Weber, Finanzvorstand von Knorr-Bremse.

Update 14.1.2022: ESG-Schuldscheine im Aufwind

Die Helaba rechnet damit, dass 2022 mehr als 50 Prozent des Marktvolumens am Schuldscheinmarkt auf nachhaltige Schuldscheine entfallen wird. Damit sind sowohl projektgebundene Green Schuldscheine sowie ESG-linked Schuldscheine, also mit Zinskoppelung an ESG-Rating oder ESG-KPIs, gemeint. Damit dürfte die Marke von 10 Milliarden Euro Platzierungsvolumen überschritten werden. Als einen Treiber der Entwicklung sieht die Bank unter anderem die neuen Berichtspflichten zu Nachhaltigkeitsthemen, die auf viele Unternehmen zukommen.

Update 14.1.2022: Felix Schoeller Group begibt digitalen ESG-Schuldschein

Das Familienunternehmen Felix Schoeller Group hat einen digitalen Schuldschein mit ESG-Bezug platziert. Der Spezialpapierhersteller lässt sich bereits seit 2018 von der Nachhaltigkeitsagentur Ecovadis bewerten.

Der Schuldschein dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und wurde über die Digitalplattform Finpair begeben. Das Fintech hat sich entschlossen, für jede abgeschlossene Transaktion 100 Bäume zu pflanzen. Weitere Details wie das Volumen oder die genaue Ausgestaltung des ESG-Bezugs sind nicht bekannt.

Update 12.1.2022: E.on platziert neuen Green Bond

Der Energiekonzern E.on ist ein Frequent Issuer am Gree-Finance-Markt. Nun hat das Unternehmen eine neue grüne Anleihe platziert. Der Bond über 800 Millionen Euro hat eine Laufzeit bis 2034 und wird mit 0,875 Prozent verzinst. Der Erlös dient „zur Finanzierung und/oder Refinanzierung berechtigter grüner Projekte gemäß Definition im Green Bond Framework von E.on“, heißt es.

Die aktuelle Emission besteht zudem noch aus einer herkömmlichen Anleihe über 500 Millionen Euro für allgemeine Unternehmenszwecke. Dieser Bond läuft bis 2026 und wird mit 0,125 Prozent verzinst.

Update 10.1.2022: Indus platziert ESG-linked Schuldschein

Es ist bereits das zweite Mal, dass Indus auf einen ESG-linked Schuldschein setzt. Das neue Papier hat ein Volumen von 56 Millionen Euro und besteht aus Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Gezeichnet wurde der Schuldschein nach Angaben des Unternehmens bei Investoren aus dem Sparkassensektor. Im September 2020 hatte die mittelständige Beteiligungsgesellschaft erstmals auf eine solche Transaktion gesetzt.

Als Messlatte für die Verzinsung des Schuldscheins hat sich Indus für das ESG-Rating entschieden, dass die Agentur ISS-ESG erstellt. Derzeit erhält das Unternehmen dort den Prime  Status und die Bewertung C+ im Bereich Corporate ESG Performance. Details darüber, wie sich das Rating für eine Verschiebung des Kupons verändern müsste und wie hoch der finanzielle Vor- oder Nachteil genau ausfällt, sind nicht bekannt.

Update 10.1.2022: Reconcept begibt neuen Green Bond

Reconcept, ein Unternehmen, das Erneuerbare-Energien-Projekte mit Investoren verbindet, emittiert einen neuen Green Bond. Das geplante Volumen des Papiers, das derzeit gezeichnet werden kann, wurde auf 15 Millionen Euro erhöht. 10,7 Millionen Euro davon sind nach Angaben des Unternehmens bereits gezeichnet. Der Bond läuft über sechs Jahre und wird mit 6,25 Prozent verzinst. Mit den Mitteln soll die Projektentwicklung im In- und Ausland vorangetrieben werden. Dazu zählen unter anderem Windenergieanlagen und Photovoltaikprojekte.

Update 3.1.2022: S Immo platziert grüne Anleihe

Das Immobilienunternehmen S Immo begibt einen Green Bond über 50 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren. Der Bond, der mit 1,25 Prozent pro Jahr verzinst wird, enthält eine Aufstockungsoption. Die Vermarktung des Papiers läuft aktuell. Die Transaktion wird von der Erste Group Bank als Sole Lead Manager und Bookrunner begleitet. 

Der Green Bond ist nicht der erste seiner Art für das österreichische Unternehmen. „Moderne und energieeffiziente Immobilien mit höchsten Standards sind nicht nur in Bezug auf eine nachhaltige Wertentwicklung unseres Portfolios wesentlich, sondern auch im Sinne des Umweltgedankens. Mit der erfolgreichen Anleiheemission werden wir unser Wachstum in genau diesem Bereich fortsetzen“, kommentiert CEO Bruno Ettenauer die Transaktion. 

Update 1.1.2022: EU-Kommission will Gas und Atom in Taxonomie aufnehmen

Die EU-Kommission hat zum neuen Jahr den Plan bekanntgegeben, die Energieerzeugung aus Gas und Atomkraft in die EU-Taxonomie aufzunehmen. Die Kommission argumentiert, diese Formen der Energieerzeugung könnten einen Beitrag zum Übergang hin zu erneuerbaren Energien sein. Darüber hinaus sollen die Transparenzvorgaben angepasst werden, sodass Investoren erkennen können, ob Atom- oder Gasaktivitäten enthalten sind. 

Der Streitpunkt darüber, ob gerade Atomenergie in die Taxonomie aufgenommen wird, war lange bekannt. Vor allem Frankreich votiert dafür, Deutschland ist dagegen. Die nun just zum Jahreswechsel bekanntgegebene Entscheidung hat sofort harsche Kritik ausgelöst. Atomenergie als nachhaltig zu deklarieren, sehen viele als Greenwashing an. Dass die Pläne der Kommission aber noch gestoppt werden, gilt als unwahrscheinlich. Dafür müssten 20 der 27 Mitgliedsstaaten widersprechen. 

Update 29.12.2021: Neumann Kaffee schließt neues Master Credit Agreement ab

Die Neumann Kaffee Gruppe hat ein Master Credit Agreement über 1 Milliarde Euro neu gefasst. Dabei hat das Unternehmen ESG-Elemente in die Vereinbarung eingebaut, die sich an der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens orientieren. Details zu den ESG-Aspekten sind jedoch nicht bekannt. 

Darüber hinaus hat das Unternehmen einen Mechanismus in die Vereinbarung eingebaut, die eine bevorzugte Umstellung von US-Libor auf den neuen Zinssatz-Term Sofr ermöglicht, ohne dass dafür weitere Vertragsanpassungen notwendig sind. Laut der Kanzlei Linklaters, die das Bankenkonsortium bei der Transaktion beraten hat, ist das Unternehmen damit eines der ersten im Markt. 

Kreditgeber waren 13 internationale Banken, darunter Deutsche Bank und Rabobank als ESG Coordinators. Commerzbank war als Borrowing Base Monitoring Agent tätig. 

Update 21.12.2021: Baywa begibt ESG-linked Schuldschein

Erstmals hat der Münchener Mischkonzern Baywa einen ESG-linked Schuldschein abgeschlossen. Das Papier hat ein Volumen über 350 Millionen Euro. Im Mittel liegt die Laufzeit bei 6,3 Jahren und der durchschnittliche Zinskupon bei 1,15 Prozent. Die Tranchen liegen zwischen fünf und zehn Jahren. Nach Angaben des Unternehmens war das Papier mehrfach überzeichnet.

Als ESG-Link setzt die Baywa ein Nachhaltigkeitsrating der Agentur MSCI ein, welches derzeit bei AA liegt. Damit nutzt der Konzern die gleiche Messlatte wie bereits im September bei der ersten ESG-linked Konsortialfinanzierung des Unternehmens. Mit dem Erlös des Schuldscheins sollen vor allem die Schuldscheine aus den Jahren 2021 und 2022 refinanziert werden. 

Baywa-Treasurer Uwe Falk erklärt, dass mit dem Abschluss des Schuldscheins nun mehr als 50 Prozent aller Fremdmittel im Portfolio des Unternehmens durch grüne und nachhaltige Finanzprodukte abgedeckt werden. Die Münchener hatten zuvor schon einen Green Bond genutzt. Die aktuelle Transaktion wurde von Commerzbank, DZ Bank und LBBW begleitet. 

Update 21.12.2021: Grüne Garantielinie für Siemens Gamesa

Siemens Gamesa Renewable Energy hat ihre erste grüne Garantielinie über 200 Millionen Euro abgeschlossen. Die Linie vereinbarte der Hersteller von Off- und Onshore-Windkraftanlagen mit der RBI. „Bei Siemens Gamesa konzentrieren wir uns darauf, in allen Bereichen immer nachhaltiger zu werden, und diese Vereinbarung ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Diese Garantielinie wird unser Onshore-, Offshore- und Servicegeschäft und damit unsere Kunden und die globale Energiewende unterstützen“, sagte Gonzalo Onzain, Head of Capital Markets and Bank Relations zu der Transaktion. 

Die Mittel aus der Garantielinie sollen für grüne Projekte, wie Windkraftanlagen genutzt werden. Die förderwürdigen Projekte und ihre Umweltauswirkungen wird das Unternehmen in einem jährlichen Green Report dokumentieren, heißt es seitens der Bank. 

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