Der zweite Lockdown ist da. Wie viel ist noch von der ersten Antragswelle der KfW-Kredite übrig?

KfW-Bildarchiv/Thorsten Futh

09.11.20
Finanzen & Bilanzen

KfW-Kredite: Treasurer haben noch Dry Powder

Eine Bankenumfrage von DerTreasurer zeigt, dass viele Mittel aus den KfW-Darlehen noch nicht gezogen wurden. Kommt wegen dem Teil-Lockdown jetzt ein neuer Ansturm?

Die Coronakrise ist mit voller Wucht zurück, die Wirtschaft wird teilweise wieder heruntergefahren. Damit steigt auch der Liquiditätsdruck in den Treasury-Abteilungen. Beim ersten Lockdown waren die KfW-Corona-Kredite für viele Unternehmen der Rettungsanker: Bis Ende September hat die Förderbank eigenen Angaben zufolge 85.900 Anträge über 45,4 Milliarden Euro bewilligt.

KfW-Kredite: Treasurer haben noch Puffer

Die gute Nachricht ist: Von diesen Mitteln scheint noch einiges übrig zu sein. Das legt eine Umfrage von DerTreasurer nahe, an der sich neun Banken und Bankengruppen in Deutschland beteiligt haben. So sind etwa bei der LBBW und Commerzbank erst ein Drittel der genehmigten KfW-Kredite gezogen worden. Die Stuttgarter haben Förderdarlehen über insgesamt 4,061 Milliarden Euro bewilligt, bei der Commerzbank sind es 6,8 Milliarden Euro. Bei der Deutschen Bank wurden Unternehmensangaben zufolge rund die Hälfte der bewilligten Mittel von Kunden gezogen.

Prozentual besonders viel ausgereicht hat der Umfrage zufolge die Helaba, dort waren bis zum Erhebungszeitraum Ende September über 82 Prozent der zugesagten Linien ausgeschöpft. Die anderen Banken gaben keine konkreten Zahlen zu den gezogenen Kreditvolumina an. Rückzahlungen melden die befragten Geldhäuser indes bislang so gut wie keine. 

Wie die Banken angesichts der aktuellen Lage die Veränderungen bei den KfW-Anträgen einschätzen, erfahren Sie im E-Magazin.

s.backhaus[at]dertreasurer.de

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