Die Regierung will Unternehmen in der Coronakrise bei der Finanzierung am Kapitalmarkt unterstützen. Dabei werden staatlich garantierte Unternehmensanleihen entstehen.

violetkaipa/iStock/Thinkstock/Getty Images

16.04.20
Finanzen & Bilanzen

Neue Assetklasse: staatlich garantierte Corporate Bonds

In den kommenden Tagen sollen genauere Regeln für ein Instrument aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds bekannt gegeben werden. Was schon jetzt über die Garantien für Unternehmensanleihen bekannt ist, erfahren Sie hier.

Die Regierung will die Wirtschaft in der Coronakrise auch über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds stützen. Sie will angeschlagenen Unternehmen darüber auch helfen, sich am Kapitalmarkt zu finanzieren. Dadurch werden voraussichtlich staatlich garantierte Unternehmensanleihen entstehen – ein Novum für den deutschen Markt.

Klar ist schon jetzt, dass nur Unternehmen ab einer bestimmten Größe die Hilfen aus dem Fonds in Anspruch nehmen können. Die interessierten Unternehmen müssen eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, Umsätze von mehr als 50 Millionen Euro und mehr als 249 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt haben. Allerdings sichert sich die Regierung etwas Flexibilität: Wenn Unternehmen für die Infrastruktur besonders relevant sind, können sie auch in Frage kommen, wenn sie kleiner sind.

Letzte Rettung: staatlich garantierte Bonds

Doch das sind nur die Größenanforderungen. Daneben will die Regierung auch sicherstellen, dass die Unternehmen nicht schon vor der Coronakrise in Schwierigkeiten waren und finanziellen Probleme hatten.

Alles weitere, was zu dem neuen Instrument schon bekannt ist, finden Sie zusammengefasst bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.

Koegler[at]derTreasurer.de