Der Edelstahlschrotthändler Oryx Stainless finanziert sein Geschäft in Thailand nun zum ersten Mal mit einer lokalen Borrowing-Base-Finanzierung.

Oryx Stainless

04.09.20
Finanzen & Bilanzen

Oryx Stainless nutzt erstmals Borrowing Base in Thailand

Der Rohstoff- und Edelstahlschrotthändler Oryx Stainless konnte als eines der ersten Unternehmen eine Borrowing-Base-Finanzierung in Thailand abschließen. CFO Roland Mauss spricht über den langen Weg bis zu dieser innovativen Finanzierung.

Die Oryx Stainless Group hat sich in Thailand auf innovative Art und Weise finanziert. Als einem der ersten Unternehmen überhaupt ist es dem mittelständischen Rohstoff- und Edelstahlschrotthändler gelungen, eine Borrowing-Base-Finanzierung im thailändischen Bankenmarkt abzuschließen. Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Working-Capital-Finanzierung, bei der Unternehmen aus volatilen oder zyklischen Branchen ihr Umlaufvermögen als weitere Finanzierungsquelle heranziehen können.

Der Kredit von Oryx Stainless in Thailand „atmet“ bis zu einem Höchstbetrag von 660 Millionen Thai Baht (umgerechnet rund 22 Mio. US-Dollar) mit der Werthaltigkeit des Umlaufvermögens und läuft drei Jahre. Er löst eine Tranche über 20 Millionen Euro der nun ausgelaufenen syndizierten und frisch refinanzierten europäischen Kreditlinie von Oryx Stainless ab.

Zunächst keine Gesetzgrundlage für Borrowing Base

„Asien macht rund ein Fünftel unseres Gruppenumsatzes aus“, sagt CFO Roland Mauss. Bislang habe Oryx Stainless das dortige Geschäft mit einer entsprechenden Tranche aus Europa heraus finanziert. „Hierbei handelte es sich um eine virtuelle Borrowing-Base-Finanzierung“, sagt der CFO. Das heißt, die Tranche unterlag beim Reporting und bei den Höchstgrenzen dem gleichen Mechanismus wie die Tranche für das europäische Geschäft, war aber im Gegensatz dazu unbesichert.

„Aufgrund der Gesetzeslage war es in Thailand bis vor kurzem nicht praktikabel möglich, Umlaufvermögen, insbesondere Warenbestände, an Dritte als Sicherheit zu übereignen, wie das bei einer gängigen Borrowing-Base-Finanzierung der Fall ist“, sagt Mauss. Ein Unternehmen hätte die Warenbestände an den Finanzier übergeben müssen, im besten Fall sogar physisch oder mit Lagerscheinen. „Und das kam bei unserem Geschäftsmodell für uns nicht in Frage.“

Wie Oryx Stainless weiter vorgegangen ist und welche Hürden zu überwinden waren, erfahren Sie nach dem Login im E-Magazin 16-2020.

Paulus[at]derTreasurer.de

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