Peach Property investiert in Wohnungen in B-Städten wie beispielsweise Essen.

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06.05.22
Finanzen & Bilanzen

Peach Property schließt erstmals einen Revolver ab

Die Peach Property Group hat ihren ersten revolvierenden Kredit abgeschlossen – der Revolver ist Teil mehrerer Refinanzierungsmaßnahmen. Der Immobilieninvestor hat ein klares Ziel vor Augen.

Die Peach Property Group hat ihren ersten revolvierenden Kredit abgeschlossen – der Revolver ist Teil mehrerer Refinanzierungsmaßnahmen. Der auf deutsche Mietwohnungen spezialisierte Immobilieninvestor ist an der Schweizer Börse notiert.

Die neue Kreditlinie hat ein Volumen von 100 Millionen Euro. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden. Bei der Platzierung des revolvierenden Kredits wurde Peach Property von der Kanzlei Freshfields beraten, der Kredit wird von J.P. Morgan, BNP Paribas und der Deutschen Bank bereitgestellt.

Das Darlehen dient Peach-Property-CFO Thorsten Arsan zufolge der Stärkung der finanziellen Flexibilität sowie der „deutlich effizienteren Steuerung der Konzernliquidität“. Der revolvierende Kredit ist für die Peach Property Group eine von mehreren Refinanzierungsmaßnahmen, mittels welcher das Unternehmen die durchschnittlichen Zinskosten reduzieren will.

Zu diesem Zweck platzierte Peach Property bereits ein unbesichertes Schuldscheindarlehen mit dreijähriger Laufzeit und einem Kupon von 2,2 Prozent. Außerdem schloss der Investor mit Hauptsitz in Zürich eine besicherte Bankfinanzierung ab und restrukturierte bestehende Verbindlichkeiten.

Peach Property: Refinanzierung senkt Zinskosten

Mit den Mitteln dieser neuen Finanzierungsinstrumente konnte eine unbesicherte Bankfinanzierung mit einem Volumen von 60 Millionen Euro vorzeitig abgelöst werden. Sie wäre im Juni 2022 fällig geworden. Zudem konnte eine unbesicherte Unternehmensanleihe in Höhe von 250 Millionen Euro um 50 Millionen Euro reduziert werden. Der Bond läuft bis Februar 2023.

Durch die verschiedenen Refinanzierungsmaßnahmen konnte die Peach Property Group die durchschnittlichen Zinskosten von 2,7 Prozent (Stand 31.12.2021) auf aktuell 2,5 Prozent senken. Insgesamt beträgt die jährliche Zinsersparnis dem Unternehmen zufolge rund 2,8 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro).

Peach Property-CFO Arsan will die Zinskosten aber noch weiter reduzieren und plant deshalb, einen „Loan to Value“ (LTV), den Verschuldungsgrad in Relation zum Immobilienvermögen, von unter 50 Prozent zu erreichen - Ende Dezember lag der LTV bei 51,9 Prozent. Das sei allerdings ein „mittelfristiges Ziel“, so Peach Property-CFO Thorsten Arsan. Diesen Wert will der Immobilieninvestor erreichen, um ein Investmentgrade-Rating zu bekommen, was die Finanzierungskosten künftig weiter senken würde.

Bislang wird die Peach Property Group von Moody's mit Ba2 und von Fitch mit BB bewertet. Die unbesicherte Anleihe aus dem vergangenen Jahr erhielt ein BB+-Rating von der Ratingagentur Fitch.

brendel[at]dertreasurer.de

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