Der Schweizer Börsenbetreiber Six schließt den ersten Euro-Bond ab.

Six

04.12.20
Finanzen & Bilanzen

Six schließt ersten Euro-Bond ab

650 Millionen Euro hat Six am Bondmarkt eingesammelt. Für den Schweizer Börsenbetreiber ist es das Debüt im Euro-Raum. Der Grund für die Premiere ist ein M&A-Deal.

Der Schweizer Börsenbetreiber Six hat erstmals den Anleihemarkt in der Euro-Zone angezapft. Über die Tochtergesellschaft Six Finance Luxembourg haben die Schweizer ihren ersten vorrangigen und unbesicherten Euro-Bond platziert und zwar in Benchmarkgröße. 650 Millionen Euro sammelte Six ein. Ein M&A-Deal zog die Schweizer in den Euro-Raum: „Six refinanziert hiermit einen Teil der Akquisitionsfinanzierung die im Rahmen des Erwerbs der Spanischen Börse BME aufgenommen wurde“, kommentiert Six-CFO Daniel Schmucki die Transaktion gegenüber DerTreasurer.

Das Papier läuft bis Dezember 2025. Six konnte die Anleihe sogar mit negativer Rendite platzieren. Der Kupon liegt bei 0 Prozent, die Rendite bis Fälligkeit bei minus 0,009% pro Jahr. Trotz des Nullkupons war der Bond stark nachgefragt, das Orderbuch war nach Angaben des Unternehmens 4,2fach überzeichnet. Der Finanzmarktbetreiber sieht darin einen Beleg dafür, dass die Stakeholder unter anderem „das robuste Geschäftsmodell und das Wachstumspotential als sehr positiv einschätzen“.

„Die Transaktion hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und unsere Kapitalmarktfähigkeit unter Beweis gestellt“, sagt Finanzchef Schmucki. Six wird von der Ratingagentur Standard & Poor's mit A bewertet, der Ausblick ist stabil.

Six notiert Bond an spanischer Börse

Passend zur Übernahme des spanischen Börsenbetreibers wird der neue Bond auch an der spanischen AIAF-Börse für festverzinsliche Wertpapiere notiert. Six will damit sein Engagement für den spanischen Markt zeigen und den spanischen Markt dabei unterstützen, „einer der führenden europäischen Börsenplätze zu werden“. Six hat den spanischen Börsenbetreiber im Zuge eines freiwilligen Barübernahmeangebots übernommen und eine Annahmequote von 93,16 Prozent erzielt. Six und BME bilden zusammen den drittgrößten Finanzmarktinfrastrukturbetreiber in Europa.

Credit Suisse und UBS waren Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners bei der Transaktion. Darüber hinaus waren BBVA, CaixaBank, J.P. Morgan und Santander als Joint Bookrunners beteiligt.

Koegler[at]derTreasurer.de

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