Richard Neumann, Head of Corporate Finance bei Jost, berichtet über den ESG-linked Schuldschein.

Foto privat

10.01.23
Finanzen & Bilanzen

So überzeugte Jost Investoren vom ESG-Schuldschein

Jost hat im vergangenen Jahr einen ESG-linked Schuldschein platziert und auf zwei besondere Kniffe zurückgegriffen, berichtet Richard Neumann, Head of Corporate Finance.

Viele produzierende Unternehmen haben im vergangenen Jahr den Schuldscheinmarkt angezapft. Auch der Nutzfahrzeugzulieferer Jost aus Neu-Isenburg nutzte das traditionell deutsche Finanzierungsinstrument. Die Hessen haben kürzlich einen ESG-linked Schuldschein platziert. 23 institutionelle Investoren zeichneten das Papier, das sich in verschiedene Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren gliedert. Jost hat das Volumen von den ursprünglich geplanten 100 Millionen Euro nur leicht auf 130 Millionen Euro aufgestockt. „Mehr brauchen wir aktuell nicht“, sagt Richard Neumann, der seit November 2021 als Head of Corporate Finance bei Jost tätig ist.

Für Jost war es der zweite Schuldschein. Neumann bestätigt, dass das Zeitfenster für die Transaktion diesmal durchaus herausfordernd gewesen sei. „Das Marktumfeld war schwierig, die Investoren sind insgesamt zurückhaltender geworden“, erklärt er.

Jost-Schuldschein hat zwei Valuten

Bei der Transaktion gab es einige Besonderheiten. Zum einen hat der Jost-Schuldschein zwei Valuten: Ein Großteil des Geldes wurde bereits Anfang Dezember gezahlt, den Rest bekommt der Lkw- und Agrarzulieferer allerdings erst im Januar. „Unsere Arrangeure BayernLB und Helaba haben uns dieses Vorgehen empfohlen, um mehr Investoren zu überzeugen zu zeichnen“, sagt der Treasurer. Der Hintergrund: Institutionelle Investoren haben von Jahr zu Jahr ein bestimmtes Budget für Investitionen zur Verfügung. Wenn das Budget von diesem Jahr schon aufgebraucht ist, kann sich der Anleger durch die zweite Valuta im Januar dennoch an der Transaktion beteiligen. „Auch aus unserer Sicht sind die zwei Valuten mit Blick auf die Zinszahlungen sinnvoll“, sagt Treasurer Neumann.

Die zweite Besonderheit ist ein Underwriting, das Neumann zusammen mit seinem CFO Christian Terlinde mit den Arrangern vereinbart hat. Mehr dazu lesen Sie im vollständigen Artikel, der im E-Magazin von DerTreasurer erschienen ist.

Redaktion[at]derTreasurer.de