Alexander Kocherscheidt und Bernd Becker berichten über die Aufräumarbeiten bei Gea.

Marcus Pietrek

23.09.21
Persönlich & Personal

Der Albtraum eines Treasurers

Die neue Zeitschrift ist da! Sie hält Interviews mit Finanzverantwortlichen von Gea, Lufthansa, Puma und Vantage Towers bereit – und vieles, vieles mehr.

Treasury extrem: Der März 2020 wird sich in das kollektive Gedächtnis einfräsen, und ganz besonders in das der Lufthansa. Die Airline stand damals vor dem Abgrund. Wenige Wochen zuvor waren die Flüge nach China gestrichen worden, dann stand auch noch der Flugverkehr mit den USA still – und in Europa kehrte der Lockdown ein. Bei den Millionenverlusten, die täglich bei der Lufthansa aufliefen, wäre auch das Liquiditätspolster von 2,3 Milliarden Euro schnell aufgebraucht gewesen – ein Albtraum für jeden Treasurer.

Wenig später war klar, dass die Airline ohne Staatshilfe kaum überleben könnte. Selbst eine Insolvenz schien nicht ausgeschlossen. Wir haben Corporate-Finance-Chef Axel Tillmann im Headquarter am Frankfurter Flughafen getroffen. Im Gespräch lässt er die schwierige Zeit Revue passieren. Das Positive: Der Konzern ist inzwischen wieder finanzmarktfähig, hat Wandelanleihen platziert und arbeitet derzeit an einer großen Kapitalerhöhung, um Staatsschulden zurückzuführen. Es ist eine der spannenden Geschichten, die Krisen wie Corona schreiben können. Lesen Sie das vollständige Interview bereits heute im E-Paper der neuen Zeitschrift.

Keine komfortable Lage bei Gea

Deutlich weniger dramatisch als bei der Lufthansa, aber dennoch nicht komfortabel war vor einiger Zeit die Lage bei Gea. Der Anlagenbauer kämpfte jahrelang mit hausgemachten Problemen. In den Jahren 2016, 2017 und 2018 kassierte der Konzern insgesamt siebenmal seine Umsatz- und Gewinnprognosen. Schlecht integrierte Zukäufe und ein schlecht gesteuerter Konzernumbau ließen Profitabilität und Aktienkurs einbrechen.

Zeitschrift – Ausgabe 03/2021

Geordnetes Chaos

Alexander Kocherscheidt und Bernd Becker über die Aufräumarbeiten bei Gea

Weitere Informationen

Weit vor der Coronakrise musste das langjährige Gea-Führungsduo um CEO Jürg Oleas und CFO Helmut Schmale gehen. Neue Manager wie CEO Stefan Klebert und CFO Marcus Ketter kamen, die Prozesse wurden besser.

Treasury-Chef Bernd Becker und Finanzleiter Alexander Kocherscheidt berichten, wie sie das Working Capital Management neu aufstellen und das Treasury fit für die Zukunft machen wollen. Auch ein ESG-Kredit ist bereits in der Pipeline. Für unsere Titelgeschichte haben wir die beiden in der Düsseldorfer Gea-Zentrale interviewt. Verblüffend offen räumte dabei beispielsweise Kocherscheidt ein: „Beim Net Working Capital haben wir eigentlich alle Hebel vernachlässigt.“

Schwerpunkt Finanzierung und Risikomanagement

Passend dazu dreht sich in unserem Schwerpunkt dieser Ausgabe alles rund um Finanzierung und Risikomanagement: Absicherung von M&A-Deals, künstliche Intelligenz im Firmenkundengeschäft und viel mehr.

Aber das ist nicht alles, was Sie erwartet: Auch Technologie, Geldanlage, Cash Management, Personalien, agiles Arbeiten und Co. sind dabei. Speziell den neuen Organisationsformen im Treasury haben wir einen Artikel gewidmet.

Ein Beispiel ist Puma: Im November vergangenen Jahres hat der Sportartikelhersteller die klassische Dreiteilung seines Treasury aufgegeben. Stattdessen legten die Herzogenauracher ihr Middle und Back Office zum Bereich „Controls & Procedures“ zusammen. Das Front Office wurde aufgeteilt in „Operations & Projects“, in dem das Cash Management und die Finanzierung angesiedelt sind, und in „Financial Risk Management“ (FX und Zinsen). Daneben gibt es noch das zentrale Insurance Team. Warum es dazu kam, berichtet der Treasurer des frischgebackenen Dax-Konzerns, Frank Waechter.

Dentz[at]derTreasurer.de

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