Ludger Nahen hat gemeinsam mit seinem Team die grüne Hybridanleihe für Evonik emittiert.

Evonik; Montage: DerTreasurer

06.10.21
Persönlich & Personal

„Grund für Refinanzierung war Entfall des Equity Credit“

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat die erste grüne Hybridanleihe in seiner Unternehmensgeschickte platziert. Kapitalmarktexperte Ludger Nahen spricht mit DerTreasurer über die Transaktion.

Immer mehr Unternehmen nutzen zur Refinanzierung von klassischen Finanzierungsinstrumenten das nachhaltige Pendant, so auch Evonik. Der Spezialchemiekonzern hat kürzlich eine grüne Hybridanleihe über 500 Millionen Euro mit einer Verzinsung von 1,375 Prozent pro Jahr platziert. Das Orderbuch war um das Dreifache überzeichnet.

Diese Anleihe ist das erste grüne Finanzierungsinstrument von Evonik. Sie basiert auf dem Ende August 2021 veröffentlichten Green Finance Framework des Spezialchemieunternehmens, läuft formell 60 Jahre, wobei Evonik 2026 ein erstes Rückzahlungsrecht besitzt, und ist nachrangig gegenüber anderen Finanzverbindlichkeiten.

Erlös der Hybridanleihe investiert Evonik in Anlagen

„Mit dem Emissionserlös möchten wir vorwiegend Investitionen zur Herstellung von Produkten und Anwendungen mit einem marktüberlegenen Nachhaltigkeitsnutzen finanzieren. Diese Next Generation Solutions machen aktuell 35 Prozent unseres Konzernumsatzes aus“, sagt Ludger Nahen, der bei Evonik den Bereich Capital Markets, in dem die externen Finanzierungen angesiedelt sind, und das Group Advisory, das die Tochtergesellschaften betreut, leitet. „Wir müssen ständig in unsere Anlagen investieren, um Produkte wie etwa Biotenside für Waschmittel, innovative Dämmstoffe für den Gebäudebau oder Membranen zur Gasfiltration anbieten zu können“, erläutert Nahen.

Warum Evonik gerade jetzt eine grüne Hybridanleihe platziert und zeitgleich ein Angebot für den Rückkauf seiner ausstehenden Hybridanleihe veröffentlicht hat, erfahren Sie nach dem Login im vollständigen Artikel im E-Magazin 18-2021.

Paulus[at]derTreasurer.de