ING Deutschland

26.02.21
Persönlich & Personal

ING befördert wichtige Firmenkundenbanker

ING Deutschland ernennt Eva Smolen, Steffen Atzbach und Jürgen von der Lehr zu Generalbevollmächtigten, wie DerTreasurer erfahren hat. Vor allem Smolen hat die Firmenkundenoffensive der Bank mit vorangetrieben.

Die ING Deutschland erweitert den Kreis der Generalbevollmächtigten: Eva Smolen, Steffen Atzbach und Jürgen von der Lehr haben künftig vollständige Prokura für den Geschäftsbetrieb der ING Deutschland, wie DerTreasurer aus der Bank erfuhr.

„Jeder der drei Manager verantwortet seit Jahren strategisch wichtige Themen unserer Bank. Die Ernennung zu Generalbevollmächtigen drückt das besondere Vertrauen und die hohe Wertschätzung aus, die wir ihnen im Vorstandsteam und im Aufsichtsrat entgegenbringen“, sagt Nick Jue, Deutschlandchef der ING.

Eva Smolen leitet Kreditgeschäft in Deutschland

Mit der Beförderung belohnt die niederländische Bank auch führende Köpfe im deutschen Firmenkundengeschäft: So ist Eva Smolen als Regional Head of Lending für Deutschland und Österreich für das Kreditgeschäft im hiesigen Wholesale Banking, wie die ING das Firmenkundengeschäft intern bezeichnet, verantwortlich.

Smolen kam 2006 zur ING und war zunächst elf Jahre in London im Bereich syndizierte Finanzierung und Leveraged Finance tätig, bis sie im Sommer 2017 zur ING Deutschland nach Frankfurt wechselte. Begonnen hatte Smolen ihre Karriere 2002 bei der Unicredit in Wien.

Im Zuge der Coronakrise waren Smolen und ihr Team im vergangenen Jahr besonders gefragt. Zwar sank das Kreditvolumen von ING Deutschland im vergangenen Jahr auf 31,5 Milliarden Euro, während es 2019 noch bei rund 35 Milliarden Euro gelegen hatte, wie aus den jüngst vorgelegten Zahlen der Bank für 2020 hervorgeht. Der Rückgang ist der Bank zufolge allerdings vor allem dem Geschäft außerhalb Deutschlands geschuldet.

Kreditzusagen der ING legen zu

Die offenen Kreditzusagen an Unternehmen legten dagegen um 1,7 Milliarden Euro auf knapp 13 Milliarden Euro zu – das waren etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr (11,3 Milliarden Euro). Hier sind nach Angaben der Bank fast ausschließlich deutsche Unternehmen erfasst, die in Smolens Verantwortungsbereich fallen dürften.

Insgesamt war 2020 für die ING Deutschland allerdings ein schwieriges Jahr: Sie verzeichnete 2020 in Deutschland einen Gewinn vor Steuern von rund 1 Milliarde Euro – im Vorjahr hatte er noch bei 1,35 Milliarden Euro gelegen. Neben der Coronakrise setzte der Bank auch die Pleite des Skandalkonzerns Wirecard zu, dessen Kreditengagement sie zu großen Teilen abschreiben musste.

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ING Deutschland befördert Agilitäts-Experten

Mit Steffen Atzbach befördert die Bank einen weiteren Manager im Firmenkundengeschäft: Atzbach fungiert bei der Bank als Chief Administrative Officer im Wholesale Banking. Als „Tribe Lead“ hat Atzbach zudem eine wichtige Funktion beim agilen Arbeiten inne. Die ING gilt als Vorreiter in Sachen Agilität im Banking und bezeichnet sich selbst als erste agile Bank Deutschland.

Atzbach ist seit September 2017 bei der ING Deutschland tätig. Davor arbeitete er zehn Jahre bei der Royal Bank of Scotland – so wie auch ING-Deutschland-Firmenkundenchef Joachim von Schorlemer, der seit vergangenem Jahr auch stellvertretender Vorsitzender der Bank ist.

Zudem befördert die Bank Jürgen von der Lehr zum Generalvollmächtigen. Er ist seit Juli 2020 Head of Strategy & Business Development bei der Bank, nach dem er zuvor zwei Jahre als Leiter Daily Banking and Payments für die Niederländer gearbeitet hatte. Vor seinem Wechsel zur ING Deutschland war er kurzzeitig für Oliver Wyman tätig, zuvor arbeitete von der Lehr acht Jahre bei der Deutschen Bank.

Buchholz[at]derTreasurer.de