Körber

28.01.21
Persönlich & Personal

„Haben unser eigenes Netzwerk aktiviert“

Nach fünf Jahren hat der Technologiekonzern Körber seinen zweiten Schuldschein platziert. Doch diesmal waren die Voraussetzungen ganz anders. Treasury-Chef Andreas Hühne erläutert die Unterschiede und Hintergründe der Transaktionen.

Der Technologiekonzern Körber (Umsatz 2019: rund 2 Milliarden Euro) hat im vergangenen November den zweiten Schuldschein in seiner 75-jährigen Unternehmensgeschichte platziert. Dabei haben die Hamburger 400 Millionen Euro eingesammelt.

„Die Voraussetzungen waren diesmal aber völlig anders als vor fünf Jahren“, sagt Treasury-Chef Andreas Hühne zu DerTreasurer. Im Dezember 2015 hatte Körber seinen ersten Schuldschein begeben. Das Volumen über 600 Millionen Euro verteilte sich auf Tranchen mit fünf, acht und zehn Jahren Laufzeit. „Der Schuldschein 2015 war ein Selbstläufer“, erinnert sich Hühne. Das Marktumfeld war damals noch „sehr stabil und gut“. Für Körber sei es sogar die erste externe Finanzierung gewesen, sagt Hühne, da der Konzern deutlich „cash long“ sei.

Andere Vorzeichen für zweiten Schuldschein von Körber

Die Schuldscheinplatzierung 2020 hatte andere Vorzeichen. „Zum Zeitpunkt der Entscheidung im April 2020 hatten wir einen völlig anderen Ausgangspunkt als 2015“, sagt der Treasury-Chef. Zum einen hatte sich das interne Rating von Körber durch einen deutlichen Ergebnisrückgang 2019 um drei Notches verschlechtert. Das operative Ergebnis (Ebita) war von 229 Millionen Euro 2018 auf lediglich 27 Millionen Euro 2019 gesunken. Zum anderen infizierte die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 die Finanzmärkte, und die Folgen auf das Geschäft von Körber waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Deshalb wagte sich Körber zunächst nur vorsichtig an den Markt und wollte sich ursprünglich laut Pressemitteilung nur 200 Millionen Euro sichern. Das interne Ziel lag etwas höher: „Unser strategisches Ziel war es, mindestens 230 Millionen einzusammeln“, verrät Hühne gegenüber DerTreasurer. Mit diesem Emissionsvolumen sollte die fünfjährige Tranche aus dem 2015er Schuldschein refinanziert werden.

Helaba und DZ Bank haben die Transaktion begleitet. Warum sich das Körber-Treasury für diese beiden Banken entschieden hat um warum Treasury-Chef Andreas Hühne durch Europa gejettet ist, können Sie in unserem E-Magazin 01/2021 nachlesen, das Sie hier herunterladen können.

Paulus[at]derTreasurer.de

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