Rolf Woller ist Treasury- und IR-Chef von Traton und hat den ersten Konsortialkredit des Lkw-Herstellers mitverhandelt.

Traton

21.09.20
Persönlich & Personal

Traton: „Längere Laufzeit war einfach nicht möglich“

Rolf Woller verantwortet seit Anfang 2020 das Treasury von Traton. Der erste Konsortialkredit des Lkw-Herstellers hatte für ihn von Beginn an oberste Priorität. Dann kam die Coronakrise. Welche Folgen die Pandemie auf den Kreditprozess hatte, erklärt der Treasury-Chef im Interview.

Der Lkw-Hersteller Traton hat sich finanziell unabhängiger von seiner Muttergesellschaft Volkswagen gemacht. Nach dem Börsengang im Juni 2019 folgte in diesem Sommer nun der erste revolvierende Konsortialkredit über 3,75 Milliarden Euro. „Wir wollten nach dem IPO im Juni 2019 und dem Ratingprozess im vierten Quartal 2019 nun den nächsten Schritt an den Bankenmarkt gehen“, sagt Rolf Woller, der seit Januar 2019 den Bereich Investor Relations bei Traton leitet und seit Jahresbeginn nun auch das Treasury mitverantwortet.

Konsortialkredit hat für Treasury-Chef Woller Priorität

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit als Treasury-Chef des Lkw-Herstellers habe der erste Konsortialkredit von Traton ganz oben auf der Agenda gestanden. „Ende Januar dieses Jahres haben wir mit den Planungen für den syndizierten Kredit begonnen“, sagt Woller. Ziel sei es gewesen, die Kreditstruktur von Traton zu vereinfachen und die zahlreichen bilateralen Linien der verschiedenen Unternehmensmarken zu bündeln. „Dann kam uns aber die Corona-Pandemie in die Quere“, sagt Woller.

Die Folgen der Pandemie bekommt Traton wie viele andere Unternehmen aus der Nutzfahrzeugindustrie deutlich zu spüren. Angesichts stark rückläufiger Umsätze verzeichnete der Nutzfahrzeug- und Bushersteller mit Marken wie MAN oder Scania im ersten Halbjahr einen leichten Cash-Drain. Der Gewinn brach ebenfalls ein. So lag das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2020 bei -220 Millionen Euro, während es im gleichen Vorjahreszeitraum noch 1,1 Milliarden Euro betragen hatte. Der Umsatz sank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 10,1 Milliarden Euro.

Diese Situation hatte auch Folgen für die Kreditplanungen im Treasury. Wie das Traton-Treasury vorgegangen ist und welche Effekte die Coronakrise auf den Kredit hatte, erfahren Sie im E-Magazin 17-2020.

Paulus[at]derTreasurer.de

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