Ulrich Borgstädt ist der neue Treasury-Chef von Henkel.

Henkel

14.07.20
Persönlich & Personal

Ulrich Borgstädt leitet Henkel-Treasury

Henkel setzt an der Spitze des Treasury erneut auf ein „Eigengewächs“: Ulrich Borgstädt leitet nun das Treasury des Konsumgüterkonzerns.

Henkel hat einen neuen Treasury-Chef berufen. Bereits seit Anfang April leitet Ulrich Borgstädt die Treasury-Abteilung des Dax-Konzerns und folgt damit Michael Reuter nach, der schon Ende September 2019 in den Ruhestand gegangen war. Schon damals soll der Nachfolger festgestanden haben. Der Antritt Borgstädts als neuer Treasury-Leiter erfolgte aber erst jetzt – ein halbes Jahr später –, da sein Wechsel Unternehmensangaben zufolge neben der Nachbesetzung seiner bisherigen Position noch mit weiteren Personalwechseln verbunden war und laufende Projekte noch abgeschlossen werden sollten.

Wie für den Düsseldorfer Konzern typisch, hat sich Henkel nun mit Ulrich Borgstädt für einen internen Kandidaten entschieden. Denn im Talentmanagement des Konsumgüterkonzerns ist der sogenannte Triple-Two-Ansatz Unternehmensangaben zufolge ein wichtiger Baustein. Danach durchläuft eine Führungskraft zwei Funktionen in zwei Bereichen und in zwei Ländern.

Ulrich Borgstädt war für Henkel in Singapur und Moskau

Von diesem Ansatz hat Ulrich Borgstädt schon profitiert: Im August 2007 fing er im Beteiligungscontrolling von Henkel an, wo er für die Region Asien-Pazifik zuständig war. Danach wechselte er im Frühjahr 2010 in das Corporate-Treasury-Department des Konzerns. Von dort wurde er zum Leiter des CFO-Offices berufen.

Anschließend ging der heute 38-Jährige für Henkel ins Ausland: Anfang 2014 zunächst nach Singapur, um dort den Finanzbereich für Südostasien zu leiten; zwei Jahre später nach Moskau, um von dort aus als Head of Finance die Bereiche Accounting, Controlling, Treasury und Tax in den Ländern Russland, Weißrussland, Kasachstan und Georgien zu betreuen. Anfang 2018 kehrte der Diplom-Kaufmann (FH) nach Deutschland zurück und war bis Ende März dieses Jahres als Direktor Global Controlling Beauty Care Professional in Hamburg tätig.

Onboarding hauptsächlich vom Home Office aus

Nun ist Borgstädt schließlich ins Treasury zurückgekehrt. Das Onboarding erfolgte hauptsächlich virtuell vom Home Office aus, da auch bei Henkel das Treasury aufgrund der Coronakrise von Mitte März an fast vollständig von zu Hause aus tätig war. Für Borgstädt war das kein Problem, da er den Konzern schon so lange und auch das Treasury sowie den Corporate-Finance-Bereich sehr gut kennt.

Ab Anfang Mai hat Henkel die Präsenz im Büro wieder auf maximal 30 Prozent der Beschäftigten im jeweiligen Bereich ausgedehnt, seit Mitte Juni liegt die Grenze bei 50 Prozent. Das bedeutet auch für Borgstädt eine langsame Rückkehr ins Büro. Als Treasury-Chef will er nun die Themen Digitalisierung  und Nachhaltigkeit  vorantreiben.

Paulus[at]derTreausrer.de

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