Sven Vorstius ist seit 2012 Head of Capital Markets bei Bayer. Zuvor war er fünf Jahre Head of Interest Rate Risk Management im Konzern-Treasury. Vorstius ist seit 2003 für den Dax-Konzern tätig und arbeitete zunächst als Assistent des Head of Finance und von 2005 bis 2007 im Bereich M&A.

Bayer

26.06.15
Persönlich & Personal

Bayers Hybrid-Wunderpille

Sven Vorstius, Head of Capital Markets bei Bayer, spricht über die Vorteile von Hybridanleihen und die Wichtigkeit eines Investment-Grade-Ratings.

In den vergangen zwölf Monaten sorgte Bayer für Furore am Hybrid-Bondmarkt: Zunächst emittierte der Pharma- und Spezialchemiekonzern aus Leverkusen Mitte 2014 zwei Hybridanleihen über ein Volumen von insgesamt 3,25 Milliarden Euro. Diese Transaktion sollte die Übernahme des Consumer-Care-Geschäfts von Merck & Co für etwas mehr als 14 Milliarden US-Dollar (damals etwa 10,4 Milliarden Euro) finanzieren.

Weitere 7 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Deals nahm Bayer über seine amerikanische Tochtergesellschaft Bayer US Finance mit einem Dollar-Bond auf. Als der Merck-Zukauf bereits ausfinanziert war, emittierte Bayer im März dieses Jahres eine weitere Benchmark-Hybrid-Anleihe über 1,3 Milliarden Euro. Der Kupon lag bei historisch niedrigen 2,375 Prozent.

Bayer kommt bei Hybrid ohne Financial Covenants aus

Der Termin ergab sich aus einer Call-Option einer Hybridanleihe aus dem Jahr 2005, die Bayer im Juli 2015 zum frühestmöglichen Datum ziehen will. Das Papier von damals ist mit 5,375 Prozent für heutige Verhältnisse relativ hoch verzinst. Im Frühjahr 2015 entschied sich Bayer, den Markt zu testen, zu welchen Konditionen der Konzern einen weiteren Hybrid platzieren könnte. „Wir hatten mehrere Optionen, wie wir mit dem Hybrid aus dem Jahr 2005 umgehen können“, sagt Sven Vorstius, Head of Capital Markets bei Bayer.

„Wir haben uns entschieden, zunächst einen neuen Hybrid zu begeben und dann festzulegen, ob wir die Call-Option ziehen.“ Neben dem günstigen Pricing kam ein weiterer Vorteil bei der neuen Anleihe hinzu: War 2005 noch ein Cashflow-Trigger enthalten, kommt Bayer dieses Mal wie bereits 2014 ohne Financial Covenants aus.

Welche Alternative Bayer zu dem Hybrid im März 2015 gehabt hätte und warum ein A-Rating für die Finanzierungsstrategie des Dax-Konzerns wichtig ist, können Sie im vollständigen Artikel im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer lesen.

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