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19.01.17 08:21

Commercial Paper für KWS Saat deutlich günstiger

Von Sabine Paulus

Thomas Ladage, Treasury-Chef von KWS Saat, spricht mit DerTreasurer über das neue Commercial-Paper-Programm des nicht-gerateten Pflanzenzüchtungsunternehmens.

Treasury-Chef Thomas Ladage hat für das Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS Saat ein Commercial-Paper-Programm aufgelegt.

KWS Saat

Treasury-Chef Thomas Ladage hat für das Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS Saat ein Commercial-Paper-Programm aufgelegt.

Günstigere Finanzierungskonditionen, ein negatives Carry und mehr Flexibilität – für Thomas Ladage gute Argumente, um über eine neue Finanzierungsform für seinen Arbeitgeber KWS Saat nachzudenken. Das Ergebnis: Der Treasury-Chef des Pflanzenzüchtungsunternehmens aus dem niedersächsischen Einbeck bei Göttingen hat Ende Oktober ein Euro-Commercial-Paper-Programm über einen Nominalbetrag von 300 Millionen Euro aufgelegt. ING Wholesale Banking Germany agierte dabei als Arrangeur.

Liquiditätskurve von KWS ist extrem zyklisch

„Wir wollten unsere langfristige Verschuldung teilweise durch kurzfristiges Fremdkapital in Form von Commercial Paper ersetzen“, sagt Ladage. Der Hintergrund: Die Liquiditätskurve von KWS ist extrem zyklisch. Bis zum Frühsommer eines Jahres ist das Anlagevolumen sehr hoch, zum Jahresende steigt wiederum die Verschuldung. Der Grund: Die KWS-Kunden kaufen einmal im Jahr Saatgut, um ihren Acker zu bestellen. In der übrigen Zeit des Jahres produziert das Unternehmen schon für die kommende Saison vor. „In dieser Zeit haben wir hohe laufende Kosten“, sagt Ladage. „Ende Oktober ist unsere Kasse verbraucht, und wir brauchen für die kommenden fünf Monate Geld.“

Seit 2012 hat der KWS-Treasury-Chef den Working-Capital-Bedarf vorwiegend über Schuldscheine gedeckt. „Doch diese kosten mich an 365 Tagen im Jahr Zinsen“, sagt Ladage. Ein negatives Carry komme hinzu. „Die Commercial Paper sind für uns deutlich günstiger als unsere bislang genutzten Finanzierungsinstrumente“, sagt der Treasury-Chef. Das SDax-Unternehmen finanzierte sich bisher hauptsächlich über bilaterale Darlehen sowie einen syndizierten Kredit mit einem Volumen von 200 Millionen Euro. Drei Schuldscheine über ein Gesamtvolumen von 180 Millionen Euro ergänzen das Portfolio.

Welche Vorteile die Commercial Papers für KWS Saat bergen und wie es gelungen ist, als nicht geratetes Unternehmen die kurzlaufenden Papiere zu platzieren, erfahren Sie im vollständigen Artikel im E-Magazin 01/2017 von DerTreasurer.

Paulus[at]derTreasurer.de

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