Nur die wenigsten Treasury-Chefs sind „Digital Natives“.

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18.06.19
Persönlich & Personal

Der Leiter Treasury in der digitalen Klemme

Die Anforderungen der CFOs an leitende Treasurer ändern sich. Sie sollten fast schon ein „Digital Native“ sein. Und hier ergibt sich schon das Problem.

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Insbesondere im Treasury-Bereich werden neue Technologien getestet. Blockchain, Robotics und Künstliche Intelligenz dürften die Arbeit im Finanzbereich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Mit großen Folgen für die Mitarbeiter: Routineaufgaben übernehmen mehr und mehr die Maschinen. Die verbleibenden Treasurer konzentrieren sich hingegen auf Kontroll- und Analyseaufgaben. Zudem sollen sie verstärkt als Business Partner der operativen Einheiten fungieren – ein Anspruch, der zwar seit jeher gilt, aber nicht immer vollumfänglich umgesetzt wurde.

Ein anderer Aspekt geht in der Diskussion bisher allerdings unter. Auch für die Chefs, die einen derartigen Wandel initiieren sollen, ändern sich die Rahmenbedingungen. „Der CFO verlangt von einem neuen Leiter Treasury unbedingt eine hohe und ausgeprägte IT-Affinität“, sagt Personalberater Rudolf Schlett. Er sollte fast schon ein „Digital Native“ sein, der Automatisierung und Digitalisierung im Treasury weiterhin „massiv und proaktiv vorantreibt“.

Treasury-Chefs sind oft zwischen Mitte 40 und Ende 50

Und hier ergibt sich schon das Problem. Die meisten Chefs, die heute die maßgeblichen Treasury-Abteilungen leiten, sind weit davon entfernt, „Digital Natives“ zu sein. Sie sind meistens zwischen Mitte 40 und Ende 50 und schauen auf lange Fachkarrieren im Treasury zurück. Meistens folgte nach einem BWL-Studium eine Bankausbildung. Zu einem frühen Zeitpunkt in ihrer Karriere wechselten viele heute leitende Treasurer in die Industrie.

Doch: „Nicht der Treasurer, der sein Treasury in den vergangenen zehn Jahren ordentlich geführt hat, wird sich durchsetzen, sondern derjenige, der mit einem Höchstmaß an IT-Affinität, an breitem Finance-Wissen und an Internationalität die Mentalität mitbringt, Veränderungen dynamisch und agil zu begegnen“, glaubt Schlett.

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