Die Deutsche Börse hat die FX-Handelsplattform 360T übernommen. Die Finanzierung erfolgte in einem nervösem Umfeld.

Deutsche Börse

22.10.15
Persönlich & Personal

Deutsche Börse finanziert die 360T-Übernahme

Mathias Michel, Leiter Treasury bei der Deutschen Börse, spricht mit DerTreasurer über die Finanzierung der Übernahme der FX-Handelsplattform 360T.

Für das Treasury der Deutschen Börse war das bisherige Jahr 2015 ereignisreich. Im Sommer verkündete der Handelsplattformbetreiber und -entwickler gleich zwei große Übernahmen: Zum einen kaufte der Dax-Konzern von dem Schweizer Börsenbetreiber Six die Gemeinschaftsunternehmen Stoxx und Indexium für 650 Millionen Schweizer Franken (seinerzeit etwa 614 Millionen Euro). Zum anderen kündigte der Dax-Konzern die Übernahme des Handelsplattformbetreibers 360T für 725 Millionen Euro an.

Zur Finanzierung war Mathias Michel, Leiter Treasury bei Deutsche Börse, fast schon auf ungewohnte Weise gefordert. Denn die M&A-Deals mussten finanziert werden. Michels Team ist zwar für das Funding und Capital Management der Muttergesellschaft zuständig. „Aber das ist nicht unser Hauptfokus“, sagt er. „Unser Schwerpunkt ist das Treasury unserer Tochtergesellschaften Clearstream und Eurex Clearing.“

Deutsche platziert eine Hybridanleihe, einen Corporate Bond und Aktien

Sein Team platzierte in den vergangenen Wochen einen 600 Millionen Euro schweren Hybrid-Bond für die Stoxx-Übernahme. Hinzu kamen eine Unternehmensanleihe über 500 Millionen Euro und eine Kapitalerhöhung im Wert von 200 Millionen Euro. „Die letzten beiden Kapitalmaßnahmen dienten der Finanzierung der 360T-Übernahme“, sagt Michel. Die Anleihe läuft über zehn Jahre und trägt einen Kupon von 1,675 Prozent. Das Bankenkonsortium führten Goldman Sachs International, J. P. Morgan und UBS an.

Wie viel Mathias Michel das volatile Umfeld gekostet hat und wie S&P die Finanzierung bewertet, erfahren Sie auf Seite 8 des kostenlosen E-Magazins von DerTreasurer.

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