Dieter Worf hat einige Digitalisierungsprojekte im Schott-Treasury angestoßen.

Bernd Roselieb

13.06.19
Persönlich & Personal

Die Digitalisierungsprojekte von Schott

In der neuen Zeitschrift beleuchtet DerTreasurer die Digitalisierungsprojekte von Schott. Der Schwerpunkt ist dieses Mal Cash Management – ebenfalls mit zahlreichen Digitalisierungsthemen.

Digitaler, internationaler, besser – um das Thema Digitalisierung kommt im Treasury kaum einer herum. An allen Orten – besonders in den Konzernen – wird das Thema adressiert. Allerdings zeigt eine aktuelle Umfrage von DerTreasurer und der HSBC, dass sich große Unternehmen deutlich stärker mit den neuen Technologien auseinandersetzen als kleine. Und: Die Unsicherheit, welche Technologien überhaupt Mehrwert liefern, bleibt sehr hoch.

Von derlei Bedenken lässt sich der Mainzer Technologiekonzern Schott aber nicht abhalten und testet zahlreiche neue Ansätze. Für die neuen Printausgabe, die heute schon als E-Paper erhältlich ist, besuchten wir Treasury-Chef Dieter Worf. Der berichtete über diverse Projekte: Im Februar sammelte der Konzern über die digitale Plattform Debtvision etwa 30 Millionen Euro ein. Bei der Platzierung des Papiers verzichtete das Treasury auf die Unterstützung einer Bank.

Elektronischer „Sharepoint“ für die Banken

Schon länger haben die Mainzer einen elektronischen „Sharepoint“ für Banken eingeführt, um den Austausch zu erleichtern. „So wollen wir die Kommunikation mit unseren Banken effizienter gestalten und neuen Ansprechpartnern auf Bankenseite die Chance geben, sich schneller einzuarbeiten“, sagt Worf. Auch eine eBam-Lösung soll die Bankenkommunikation vereinfachen.

Daneben experimentiert Schott mit der Blockchain im Trade-Finance-Bereich und mit Robotics. Wie das alles in die Treasury-Strategie passt, erklärt Dieter Worf in unserer Titelgeschichte. 

Digitalisierung ist keine Frage des Alters

Dass Digitalisierung keinesfalls immer eine Frage des Alters, sondern oft eher der Einstellung ist, zeigt das Beispiel Werner Brinkkötter. Der Finanzspezialist hat beim Süßwarenhersteller Storck in den vergangenen Jahren viele neue Technologien eingeführt, um das Treasury möglichst effizient und sicher aufzustellen.

Jetzt verabschiedet Brinkkötter sich in den Ruhestand. Grund genug für uns, noch mal die Evolutionsschritte im Storck-Treasury nachzuzeichnen und den Menschen – ein Original in der Finanzszene – zu portraitieren. Er blickt auch zurück in die Zeit unmittelbar nach Fall des Eisernen Vorhangs: „Wir hatten regelmäßig Lkws auf dem Hof stehen, die mit Bargeld ankamen und zurück die Ware mitnahmen“, berichtet Brinkkötter. Was heute aus Compliance-Gründen völlig undenkbar wäre, sei damals durchaus üblich gewesen. Seitdem hat sich viel bewegt. Brinkkötter will übrigens weiter in der Community aktiv bleiben und Wissen vermitteln – gut so!

„Wir hatten regelmäßig Lkws auf dem Hof stehen, die mit Bargeld ankamen und zurück die Ware mitnahmen.“

Werner Brinkkötter, ehemals Storck

Schwerpunkt: Trends im Cash Management

Digital ist logischerweise auch zunehmend die Arbeit im Cash Management, dem Schwerpunkt der neuen Ausgabe. Wie Predictive Analytics in der Liquiditätsplanung von BASF eingesetzt wird, erläutert etwa Treasurer Ulf Loleit. Warum Instant Payments und Swift GPI zusammenwachsen oder wie man mit Kapitalverkehrskontrollen in China und dem leidigen Thema KYC umgeht, erfahren Sie ebenfalls im Schwerpunkt.

Vertieft diskutieren wir diese Themen übrigens auf dem 7. Cash Management Campus am 25. Juni – und bereits am Vortag im Rahmen eines Roundtables. Melden Sie sich jetzt an, falls Sie dies noch nicht getan haben!

Dentz[at]derTreasurer.de

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