Kion

04.10.19
Persönlich & Personal

Ex-Kion-Treasurer Frank Herzog wird CFO bei VFS Global

Der frühere Treasury-Chef von Kion, Frank Herzog, wechselt zu dem Schweizer Visum-Dienstleister VFS Global. Als CFO dürfte Herzog dort schon bald mit dem Finanzinvestor EQT an dessen Exit-Plänen schmieden.

Frank Herzog hat Anfang Oktober den CFO-Posten bei dem Visum-Dienstleister VFS Global übernommen. In dieser Rolle werde Herzog nicht nur die Gesamtleitung der Finance-Funktion übernehmen, sondern auch für M&A, Recht, Innenrevision und Beschaffung zuständig sein, teilte das Unternehmen mit, das 2016 aus dem Schweizer Reisekonzern Kuoni hervorgegangen war. Zudem werde er als Vorstandsmitglied, die „allgemeine strategische Richtung von VFS Global mitbestimmen“.

Frank Herzog war zuletzt Sparten-CFO

Mit dem Wechsel zu VFS Global gelingt dem ehemaligen Treasury-Chef des Gabelstaplerherstellers Kion der Sprung in die erste Führungsreihe. Den Weg dahin hat sich Herzog sukzessive erarbeitet: 2012 war er nach 18 Jahren im Investmentbanking als Head of Corporate Finance zu Kion gewechselt und bereitete in dieser Funktion den Börsengang der ehemaligen Linde-Tochter im Sommer 2013 mit vor.

Drei Jahre später war Herzog, der als Kion-Finanzleiter neben Treasury und Finanzierung auch für M&A und Investor Relations zuständig war, dann maßgeblich an der 3,25 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme des Automatisierungsspezialisten Dematic beteiligt. Als Kion den Deal im November 2016 abschloss, beförderte das MDax-Unternehmen Herzog zum CFO der neuen Konzerntochter. Ende 2018 hatte er Dematic jedoch verlassen, um sich in Europa einer neuen Herausforderung zu widmen, wie es damals hieß. Diese hat Herzog nun offenbar nach einigen Monaten Suche mit VFS Global gefunden.

Finanzinvestor EQT sucht Exit bei VFS Global

Dort dürfte auf ihn eine spannende Aufgabe warten. Denn das Unternehmen, das im Auftrag von Regierungen Aufgaben rund um die Vergabe von Visa übernimmt, befindet sich seit 2016 im Besitz des Finanzinvestors EQT. Die Schweden hatten 2016 den Reisekonzern Kuoni übernommen und anschließend in drei Sparten zerlegt – eine davon VFS Global.

Jetzt strebt der PE-Investor Medienberichten zufolge den Exit bei dem Unternehmen an. Eine Anfang des Jahres eingeleitete Auktion scheiterte jedoch offenbar an unterschiedlichen Preisvorstellungen. An ihr sollen sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge andere Finanzinvestoren wie Partners Group, Cinven, CVC, Permira, PAI und Onex beteiligt haben EQT habe auf eine Bewertung von bis zu 2,5 Milliarden Schweizer Franken gehofft, hieß es damals. Deshalb gab es zuletzt Spekulationen, dass EQT das Unternehmen, dessen offizieller Hauptsitz in Dubai ist, an die Börse bringen wolle.

Frank Herzog kennt sich mit PE-Eigentümern aus

Unabhängig davon, ob es auf einen IPO oder einen Verkauf hinaus läuft, wird der neue CFO Herzog einiges zu tun bekommen. Helfen dürfte ihm dabei, seine Erfahrung als Investmentbanker bei Goldman Sachs, Rothschild und der Citigroup. Und auch bei Kion sammelte Herzog bereits Erfahrung mit PE-Häusern als Eigentümer: Der Gabelstaplerhersteller gehörte früher mehrheitlich den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs. 2015 verkauften sie ihre letzten Anteile, nachdem sie das heutige MDax-Unternehmen 2013 an die Börse gebracht hatten.

backhaus[at]derTreasurer.de

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