Trustbills will mit Claudia Haas und Markus Wohlgeschaffen die Internationalisierung und die Marktdurchdringung in Deutschland forcieren.

Trustbills; Montage: DerTreasurer

13.02.18
Persönlich & Personal

Fintech Trustbills holt Claudia Haas von Marsh

Claudia Haas wechselt vom Industrieversicherungsmakler Marsh zur Auktionsbörse Trustbills. Auch der frühere Trade-Finance-Banker Markus Wohlgeschaffen bekommt zusätzliche Aufgaben bei dem Fintech.

Trustbills installiert unter Gründer und CEO Jörg Hörster eine Doppelspitze. Claudia Haas und Markus Wohlgeschaffen sollen gemeinsam die europäische Expansion der Auktionsplattform für Handelsforderungen sowie die Marktdurchdringung in Deutschland vorantreiben, teilte das Fintech am heutigen Dienstag mit. Beide tragen jetzt den Titel „Senior Vice President Client Solutions“.

Claudia Haas wechselt von Marsh zu Trustbills. Bei dem Industrieversicherungsmakler hatte sie die Position des Head of Alternative Solutions inne. Zuvor war Haas rund 20 Jahre für die Coface-Gruppe tätig, zuletzt als Bereichsleiterin Marketing für Nordeuropa. Die Kreditversicherungsexpertin wird sich bei Trustbills auf den deutschen Markt fokussieren und weitere Vertriebskanäle entwickeln, erklärte das Fintech auf Anfrage von DerTreasurer.

Markus Wohlgeschaffen, der bereits im Sommer 2016 von der Unicredit zu Trustbills kam, bekommt im Zuge des Wechsels neue Aufgaben. Der Trade-Finance-Experte wird sich laut der Auktionsplattform künftig auf die Internationalisierung von Trustbills fokussieren und ist nun für Investoren und Unternehmen gleichermaßen der Ansprechpartner.

„Markus Wohlgeschaffen ist international einer der erfahrensten und bestvernetzten Persönlichkeiten der Trade-Finance-Branche“, sagte CEO Hörster. „Als solcher begleitet er den Rollout von Trustbills von Beginn an und wird nun die internationale Expansion gestalten.“ Seine bisherigen Aufgaben in der Produktentwicklung und im Produktmarketing wird der ehemalige Banker aber weiter wahrnehmen.

Deutsche Bank und DZ Bank sind an Trustbills beteiligt

Trustbills ist ein elektronischer Marktplatz zum Verkauf von Unternehmensforderungen an internationale institutionelle Investoren. Das 2015 gegründete Fintech will eigenen Angaben zufolge Handelsforderungen zum ersten Mal als eine eigenständige Assetklasse etablieren. Es ermöglicht Investoren und Asset Managern einen direkten Zugang zu Handelsforderungen, der keine vorhergehende Verbriefung erfordert.

Unterstützung bei ihren Plänen bekommt die Auktionsplattform auch von einigen deutschen Banken. 2016 hat die DZ Bank 25 Prozent der Geschäftsanteile an Trustbills übernommen. Seit vergangenem Jahr ist die Deutsche Bank mit 12,5 Prozent an dem Fintech beteiligt. Für beide Banken war es die erste strategische Beteiligung an einem Fintech-Unternehmen im Firmenkundengeschäft.

Paulus[at]derTreasurer.de

Fintechs werden auch für Treasurer immer interessanter. Welche neuen Anbieter es gibt, warum Unternehmen die innovativen Technologien nutzen und wie Banken darauf reagieren, erfahren Sie auf der Themenseite Fintechs im Treasury.