Das Treasury des Zulieferers Grammer hat turbulente Monate hinter sich.

Grammer

04.01.19
Persönlich & Personal

Grammers turbulente M&A-Finanzierung

Der Autozulieferer Grammer hat chaotische Monate hinter sicher. Treasury-Chef Karsten Linke erzählt, wie er und sein Team trotzdem einen Rekordkauf stemmten.

Kaum ein deutsches Unternehmen hat im vergangenen Jahr so viel durchgemacht wie der Autozulieferer Grammer. Die börsennotierten Oberpfälzer plagten sich in den vergangenen 18 Monaten mit dem aktivistischen Investor Hastor herum, der in der Autobranche einen zweifelhaften Ruf genießt.

Der Versuch von Hastor, Grammer feindlich zu übernehmen, belastete auch die Geschäfte des Zulieferers. Als sogenannter „Weißer Ritter“, ein rettender strategischer Investor, schwang sich der chinesische Zulieferer Ningbo Jifeng empor, der eine Sperrminorität an Grammer erwarb und die Amberger so vor einer Übernahme durch die Hastor-Familie bewahrte. Später machten die Chinesen dann selbst ein Übernahmeangebot für die restlichen Grammer-Anteile. Mit Erfolg: Heute hält Ningbo knapp über 84 Prozent an dem oberpfälzischen Unternehmen.

Grammer hat aufreibende Monate hinter sich

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Inmitten dieser Gemengelage musste Karsten Linke, Vice President Group Finance bei Grammer, die größte M&A-Finanzierung der Konzerngeschichte stemmen. Denn im Mai dieses Jahres verkündete Grammer, den US-Zulieferer Toledo Molding & Die (TMD) für 271 Millionen US-Dollar kaufen zu wollen. „Die vergangenen Monate waren sehr aufreibend, es war schwer, den Überblick zu behalten, und wir mussten unheimlich viel kommunizieren“, resümiert er gegenüber dieser Publikation. „Alle zwei bis drei Wochen hat sich etwas verändert. Es war ein stetes Abbremsen und wieder Vollgas geben.“ Das siebenköpfige Treasury-Team des Autozulieferers war entsprechend an allen Ecken und Enden gefordert.

Wieso die Übernahme für die Schuldscheine schwierig war und was Chef-Treasurer Linke in den kommenden Monaten plant, erfahren Sie im E-Magazin 24/2018 von DerTreasurer.

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