Frank neuer Leiter Corporate Treasury bei Heraeus

10.05.12 14:11

Nachfolge im Heraeus-Treasury geglückt

Von Sabine Paulus

Nach einer internen Suche wird Thomas Frank Leiter Corporate Treasury bei Heraeus. Trotz hoher Anforderungen stand für André Christl den neuen Geschäftsführer der globalen Edelmetallhandelssparte von Heraeus, die Suche innerhalb des Unternehmens im Mittelpunkt.

André Christl, Thomas Frank, Heraeus

Oliver Rüther

André Christl (links) führt seit Oktober 2011 in einer Doppelspitze die globale Edelmetallhandelssparte des Hanauer Konzerns Heraeus. Thomas Frank (rechts) hat die Leitung des Corporate Treasury übernommen.

In den vergangenen Jahren hat der familiengeführte Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus (Produktumsatz 2011: 4,8 Mrd. Euro, Edelmetallhandelsumsatz 2011: 21,3 Mrd. Euro) im Bereich Treasury ordentlich nachgelegt. Im Mittelpunkt stand der Aufbau einer Inhouse- Bank und einer komplett neuen Konzernfinanzierung, die der bisherige Treasury-Chef André Christl verantwortlich betreut hat. Im vergangenen Jahr bot sich Christl die Gelegenheit, in einer Doppelspitze mit dem Leiter des Edelmetallhandels, Hans-Günter Ritter, die Geschäftsführung der globalen Edelmetallhandelssparte des Hanauer Konzerns zu übernehmen. „Das war eine spannende Aufgabe, da ich erstmals auch Ergebnisverantwortung übernehmen konnte“, sagt Christl rückblickend. Doch wer sollte sein Nachfolger im Treasury werden? „Es gab mehrere interne Kandidaten, die grundsätzlich in Frage gekommen sind“, sagt Christl. Eine externe Suche zog Heraeus deshalb nicht in Betracht.

 

„Wir haben den gesamten Treasury- Bereich in den vergangen drei Jahren umgebaut und international aufgestellt“, sagt Christl. „In dieser Zeit haben wir bei neuen Mitarbeitern besonders darauf geachtet, dass sie sich im Konzern weiterentwickeln können.“ Für die neue Führungsfunktion gab es hohe Anforderungen. Nicht nur, dass das Treasury eine wichtige Rolle in der Heraeus Holding spielt. „Man braucht eine Persönlichkeit, die Themen gegenüber der Geschäftsführung und den anderen Bereichen vertreten kann.“ Zudem sei ein Verständnis für die Bereiche Controlling und Accounting essentiell. Auch auf der Finanzierungsseite sei Know-how wichtig: Heraeus hatte seine Finanzierung mit einem syndizierten Kredit und einem Corporate Bond komplett neu geordnet.

Interne Nachfolge erfolgreich

Einer der Kandidaten, der in Frage kam, war Thomas Frank. Der damalige Leiter des Front Office war Anfang 2010 zu Heraeus gestoßen. Zuvor war er sechs Jahre für den Industriegiganten Siemens tätig gewesen. Dort hatte er besonders als Deputy Head of Debt Capital Markets und im Cash Management Advisory erste Sporen im Treasury-Bereich verdient. „Mit Heraeus wollte ich nach Siemens ein neues Unternehmen kennenlernen und die Inhouse-Bank mit aufbauen.“

 

Bereits damals hatte Frank eine klare Perspektive auf eine Karriereentwicklung mit Personalverantwortung. „Die jetzige Leitungsposition konnte ich allerdings noch nicht absehen“, sagt Frank. Doch nach allen Gesprächen fiel die Wahl als Nachfolger Christls auf ihn: Seit Oktober 2011 ist Frank neuer Head of Corporate Treasury. In den kommenden Jahren hat er die Aufgabe, die Inhouse-Bank bei Heraeus weiter auszubauen und zu etablieren. Als Dienstleister für die wichtige Edelmetallhandelssparte wird er dabei seinem ehemaligen Chef André Christl immer wieder begegnen – und nicht nur im Konferenz- und Besucherzentrum aus der industriellen Gründerzeit in Hanau.

Paulus[at]derTreasurer.de