„Einfach schnell anpassen geht nicht“

14.12.16 08:00

Neuer Konsortialkredit für Gelita

Von Antonia Kögler

Karl-Heinz Biernoth, Global Vice President für Accounting, Financing und Financial Reporting, hat für den Mittelständler Gelita einen neuen Konsortialkredit verhandelt.

Treasurer Karl-Heinz Biernoth verhandelte für Gelita zum zweiten Mal einen Konsortialkredit.

Gelita

Treasurer Karl-Heinz Biernoth verhandelte für Gelita zum zweiten Mal einen Konsortialkredit.

20 Millionen Euro mehr sollten es sein: Gelita aus Eberbach bei Heidelberg wollte sich über einen größeren Kreditrahmen noch mehr Spielraum für mögliche Zukäufe und Investitionen verschaffen. Deshalb stockte Treasurer Karl-Heinz Biernoth im Oktober den bisherigen Konsortialkredit des Gelatineherstellers (Umsatz 2015: knapp unter 700 Millionen Euro) auf insgesamt 100 Millionen Euro auf.

Für Biernoth, der seit 25 Jahren für den Mittelständler tätig ist, war es erst die zweite Verhandlung eines Konsortialkredits überhaupt. „Wir finanzieren unsere Geschäftstätigkeit grundsätzlich über bilaterale Kreditlinien, weil wir damit flexibler sind“, erklärt er. Nur für Akquisitionen, mit denen das Unternehmen weiter wachsen will, sind größere Volumina nötig.

Gelita gewinnt neue Bank für Konsortialkredit

Das neue Konsortium besteht aus sieben Banken, eine mehr als beim ersten Konsortialkredit. Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, HSBC, LBBW und Helaba stellen jeweils 16 Millionen Euro zur Verfügung. Die lokale Volksbank Neckartal, mit der Gelita schon lange zusammenarbeitet, gibt 4 Millionen Euro. Die Verhandlungen für den Debütkonsortialkredit gestalteten sich vor fünf Jahren aufwendiger, als Karl-Heinz Biernoth erwartet hatte. Nun sollte es schneller gehen: „Wir wollten die Laufzeit von fünf Jahren um zwei Verlängerungsoptionen für jeweils ein Jahr erweitern“, so Biernoth. Zudem verhandelte er eine Aufstockungsoption um 25 Prozent in den Kreditvertrag hinein.

Ganz so schnell, wie der Treasurer es sich erhofft hatte, ließ sich die Anpassung allerdings nicht umsetzen. „Einfach schnell anpassen geht nicht“, berichtet er. „Im Laufe der Jahre hat sich doch so viel an den Formulierungen der Verträge verändert, dass man den alten Kreditvertrag leider nicht mit einigen Änderungen übernehmen konnte.“ Stattdessen gingen die Verhandlungen von vorne los. Rund drei Monate dauerte es von der Einreichung des Term-Sheet bis zum finalen Kreditvertrag.

Wie Karl-Heinz Biernoth bei den Verhandlungen vorging, was die größten Herausforderungen waren und wofür Gelita die Mittel nutzen will, lesen Sie in unserem E-Magazin DerTreasurer.

Koegler[at]derTreasurer.de

Wie andere Unternehmen vorgehen, was Treasurer beim Abschluss der Finanzierung beachten müssen und vieles weitere erfahren Sie auf unserer Themenseite zum Konsortialkredit.