Softwarekonzern platziert Anleihen

10.04.18 09:29

SAP-Treasury refinanziert Brückenkredit

Von Antonia Kögler

SAP hat den Kapitalmarkt angezapft. Klaus Heizmann und Steffen Diel sprechen mit DerTreasurer über die Transaktion.

Treasury-Chef Steffen Diel spricht über die aktuelle Kapitalmarkttransaktion von SAP.

Jens Küsters

Treasury-Chef Steffen Diel spricht über die aktuelle Kapitalmarkttransaktion von SAP.

Nur wenige Wochen, nachdem SAP die Übernahme des US-Unternehmens Callidus Software bekannt gegeben hat, steht auch schon die Finanzierung über den Kapitalmarkt: 1,5 Milliarden Euro sammelte der Walldorfer Softwarekonzern im März über Anleihen in drei Tranchen ein. „Wir hatten uns einen engen Zeitplan gesetzt“, berichtet Klaus Heizmann, Head of Treasury Finance, bei den Walldorfern.

Für den Ende Januar bekanntgegebenen Deal, in dem das US-Unternehmen mit 2,4 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, hatte SAP zunächst ein befristetes Akquisitionsdarlehen über 1,8 Milliarden Euro abgeschlossen. „Wir hatten diesmal entschieden, die Finanzierung des Deals über eine 100-prozentige Bridge zu sichern und dann so schnell wie möglich den Takeout am Kapitalmarkt zu machen“, berichtet Heizmann.

SAP-Treasury setzt engen Zeitrahmen für Refinanzierung

Der ambitionierte Zeitplan führte zu einer Besonderheit des Deals: In Abstimmung mit der begleitenden Bank JP Morgan wurde die Brückenfazilität nicht syndiziert. „Für den überschaubaren Zeitraum hat sich die Bank dazu bereit erklärt, den Kredit auf den eigenen Büchern zu lassen“, berichtet Heizmann. Bei früheren Akquisitionen, wie zum Beispiel der Übernahme des Reisemanagement-Spezialisten Concur, hatte SAP sich deutlich länger auf ein Darlehen gestützt.

Ein Vorteil der schnellen Refinanzierung dürfte klar sein: Auch wenn die Zinswende noch auf sich warten lässt, haben die Konditionen am Bondmarkt bereits etwas angezogen. Eine spätere Emission wäre womöglich teurer geworden. Für Heizmann und sein Treasury-Team keine leichte Aufgabe: „In so kurzer Zeit an den Markt zu gehen bedeutet für alle Beteiligten eine Herausforderung, vor allem da wir kein Frequent Issuer sind.“

Mehr über die Auswahl des richtigen Zeitpunkts, die Konditionen und darüber, was Treasury-Chef Steffen Diel über die regulatorischen Herausforderungen dieser Transaktion berichtet, lesen Sie im vollständigen Artikel in unserem aktuellen E-Magazin.

Koegler[at]derTreasurer.de

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