Deutsche Bank

18.10.18
Persönlich & Personal

Stefan Hoops wird GTB-Chef der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank tauscht die Führung ihrer Transaktionsbank (GTB) aus. John Gibbons verlässt die Bank, Nachfolger wird der bisherige Vertriebschef der Kapitalmarktsparte Stefan Hoops.

Das Stühlerücken im Global Transaction Banking (GTB) der Deutschen Bank geht weiter: John Gibbons, der die Leitung des Bereichs erst vor zwei Jahren von Werner Steinmüller übernommen hatte, kehrt der Bankenbranche den Rücken. Das geht aus einer internen Mitteilung der Bank hervor, die DerTreasurer vorliegt. Neuer Chef der Transaktionsbank wird Stefan Hoops, der zuletzt für den weltweiten Vertrieb des Kapitalmarktgeschäfts zuständig war.

Damit setzt sich die steile Karriere von Hoops fort: Der 38-Jährige ist seit 2003 für die Deutsche Bank tätig und war seinerzeit direkt von der Universität zu dem Geldinstitut gewechselt. Hoops durchlief in den folgenden Jahren verschiedene Stationen im Transaction Banking und in der Unternehmensfinanzierung. Anfang 2017 wurde er zum Leiter des deutschen Kapitalmarktgeschäfts befördert.

Im Mai dieses Jahres übernahm Hoops gemeinsam mit Louise Kitchen die globale Verantwortung für die weltweite Kundenbetreuung im Kapitalmarktgeschäft. Kitchen wird den Bereich künftig alleine führen.

Generationswechsel im Transaction Banking

Mit der Beförderung von Eigengewächs Hoops vollzieht die Deutsche Bank einen Generationswechsel an der Spitze des Transaction Banking: Der 58-jährige Gibbons, der 2016 von JP Morgan zur Deutschen Bank kam und aus London heraus arbeitete, übergibt an den zwanzig Jahre jüngeren Hoops.

Kapitalmarktvorstand Garth Ritchie dankte Gibbons ausdrücklich für seine Verdienste. Er habe „die Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Kundengeschäfts gelegt“. Von Hoops erhofft sich die Bank nun offenbar neue Impulse im Geschäft mit Cash Management, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung: „Stefan bringt auch den nötigen frischen Blick mit, um Digital- und Plattformangebote zu gestalten, die im Geschäft der Transaktionsbank immer wichtiger werden“, erklärte Ritchie weiter.

Stefan Hoops soll Digitalisierung vorantreiben

Unter der Führung von Gibbons hatte das Transaction Banking in den vergangenen Monaten bereits einige Digitalisierungsprojekte angestoßen. So legte die Bank etwa im Juli eine neue Plattform auf. Firmenkunden sollen darüber künftig ihren Zahlungsverkehr abwickeln, ihre Konten aggregieren und Zugang zu Fintech-Dienstleistungen haben.

Erst am heutigen Donnerstag wurde zudem bekannt, dass die Deutsche Bank gemeinsam mit sieben weiteren Großbanken eine Plattform für Handelsfinanzierungen ausrollt. Ziel der Initiative ist es, einen neuen Industriestandard für digitale und multibankfähige Trade-Finance-Geschäfte zu entwickeln. Damit sollen offenbar auch Fintechs von dem Markt ferngehalten werden.

Das Transaction Banking spielt eine zentrale Rolle in den Plänen von Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing. Es gilt als stabil und daher attraktiv.

Lothar Meenen wechselte ins Corporate Banking

Erst vor kurzem hatte die Deutsche Bank schon einmal das Personaltableau des GTB-Bereichs durcheinander gewirbelt: Der langjährige Transaktionsbanker Lothar Meenen war im September ins Corporate Banking gewechselt. Dort ist er nun europaweit für internationale Großkonzerne zuständig. Wer seine Rolle als Global Head of Corporate Cash Management Sales übernimmt, ist derzeit noch offen.

Backhaus[at]derTreasurer.de

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