Symrise

19.06.19
Persönlich & Personal

Symrise-Treasurer: „Wollen FX-Risiken besser steuern“

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise führt gerade eine Inhouse-Bank ein. Symrise-Treasurer Carsten Gottschlich spricht über die ersten Praxiserfahrungen und die weiteren Pläne im Währungsmanagement und Zahlungsverkehr.

Die dreiköpfige Treasury-Abteilung von Symrise hat ein heißes erstes Halbjahr hinter sich: Gleich vier Finanzierungstransaktionen hat der Holzmindener MDax-Konzern seit Beginn des Jahres durchgeführt. Erst Ende Mai platzierte der Duft- und Aromenhersteller eine Anleihe über 500 Millionen Euro. Zuvor hatte Symrise zur Finanzierung der im Februar angekündigten Übernahme der US-Firma ADF/IDF eine Kapitalerhöhung (400 Millionen Euro), einen Schuldschein (250 Millionen Euro) und einen Konsortialkredit (200 Millionen Euro) abgeschlossen. „Zum Glück habe ich ein sehr motiviertes und engagiertes Team“, lacht Carsten Gottschlich, der das Symrise-Treasury seit 2007 leitet.

Denn quasi nebenbei haben die Holzmindener im Frühjahr auch noch eine Inhouse-Bank in Betrieb genommen: Seit April werden die unternehmensinternen Forderungen und Verbindlichkeiten von weltweit 20 Symrise-Gesellschaften nun zentral über die Inhouse-Bank abgerechnet. „Die ersten Erfahrungen sind sehr gut, das System läuft stabil und die Akzeptanz bei den Tochtergesellschaften ist hoch“, berichtet Gottschlich.

Symrise reduziert Zahlungsziele

Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Zentrale hat den lokalen Einheiten im Zuge der Einführung einiges abverlangt: So vereinheitlichte und reduzierte das Unternehmen die Zahlungsziele für konzerninterne Geschäfte auf zwei Tage. Zuvor hatten sie zum Teil bei bis zu 90 Tagen gelegen. „Die Tochtergesellschaften davon zu überzeugen, war nicht immer einfach“, räumt der Treasurer ein. Geholfen habe aber, dass sie im Gegenzug nicht mehr mit Währungsrisiken kämpfen müssen: „Da der Ausgleich von Intercompany-Geschäften jetzt in lokaler Währung erfolgt, liegt das FX-Risiko bei der Inhouse-Bank.“

Warum Symrise die Zentralisierung des Währungsmanagement wichtig ist und wie sich das FX-Hedging durch die Inhouse-Bank verändert hat, das lesen Sie in der E-Magazin-Ausgabe 12-2019, die Sie hier herunterladen können.

backhaus[at]dertreasurer.de