Stabwechsel: Florian Keller übernimmt die Leitung des Bereichs Transaction Services bei der SEB Deutschland von Kirsi Wiitala.

SEB Deutschland; Montage: DerTreasurer

04.07.19
Persönlich & Personal

Überraschender Wechsel im Transaction Banking der deutschen SEB

Personalrochade an der Spitze des Transaction Bankings der SEB Deutschland: Die Finnin Kirsi Wiitala verlässt den schwedischen Finanzkonzern, ein interner Nachfolger übernimmt.

Wechsel im Transaction Banking der SEB Deutschland: Die bisherige Leiterin des Bereichs Transaction Services, Kirsi Wiitala, wird den schwedischen Finanzkonzern verlassen. Das hat DerTreasurer exklusiv erfahren. Damit konfrontiert, bestätigte die deutsche SEB-Tochter, dass der „Expat-Vertrag von Kirsi Wiitala auslaufe“, sie „in ihr Heimatland Finnland zurückkehren und dort eine neue Herausforderung außerhalb der SEB“ annehmen werde. Die Bank bedanke sich bei Wiitala für ihre „hervorragende Arbeit“.

Die Finnin hatte seit Juni 2015 den Bereich Transaction Services bei dem schwedischen Finanzkonzern in Deutschland geleitet. Kirsi Wiitala ist damit fast zwölf Jahre für die schwedische Bank in unterschiedlichen Positionen tätig gewesen. 2007 wechselte die Bankerin von der Citigroup zur SEB.

Dort startete sie ihre Karriere im estländischen Tallinn als Leiterin für internationale Klienten. Darauf folgten Stationen im Kredit- und Risikomanagement in Stockholm und als Leiterin dieses Segments in Finnland. 2011 wurde sie zur Leiterin des Working-Capital-Management-Segments ebenfalls in Finnland berufen. Im Sommer 2015 wechselte Wiitala schließlich nach Deutschland und verantwortete seither dort das Transaction Banking.

Kirsi Wiitala geht, Florian Keller übernimmt

Den nun frei gewordenen Posten übernimmt Florian Keller zum 1. August. Keller ist seit elf Jahren bei der SEB. In dieser Zeit war er unter anderem als interner Berater der Bank, als Leiter des Custody-Bereichs sowie als Leiter des Transaction-Services-Produktmanagements tätig. Damit bringe er „viel Erfahrung darin mit, das Angebot der SEB und vor allem das Produktuniversum von Transaction Services weiterzuentwickeln“, sagte die Sprecherin weiter.

Die Bank baut in Deutschland schon seit Längerem personell um. In den vergangenen drei Jahren musste die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Finanzkonzerns immer wieder Abgänge – insbesondere im Transaction Banking – verzeichnen. Anfang 2018 kehrte beispielsweise der Transaktionsbanker Ralf Klein der Bank den Rücken und verantwortet seitdem als Senior Account Director Corporates das Firmenkundengeschäft des Finanznachrichtendienstleisters Swift in Deutschland und Österreich. Auch der Transaktionsbanker Jens Hohnwald verließ die Bank vor einiger Zeit.

Bereits 2016 verließen der erfahrene Cash-Management-Spezialist Manfred Fleckenstein und der Trade-und Supply-Chain-Finance-Experte Hans-Ulrich Oesterreich die Bank. Oesterreich leitet seit Mai 2016 bei der Helaba das Großkundengeschäft in Asien und Middle East in den Produktbereichen Trade Finance, ECA-gedeckte Bestellerfinanzierung und Supply Chain Finance.

SEB überführt Deutschlandgeschäft in eine Niederlassung

Hintergrund der Wechsel ist die Tatsache, dass die Schweden ihre Deutschlandaktivitäten zum Jahreswechsel 2017/18  von einer Aktiengesellschaft in eine Niederlassung überführt haben, wodurch die deutsche Tochtergesellschaft deutlich näher an die Muttergesellschaft herangeürckt ist. Damit verbunden wurden auch einige Arbeitsplätze abgebaut. Die Büros in Düsseldorf und Hamburg wurden bereits 2017 geschlossen.

Im Zuge des Umbaus hatte die SEB auch einige Aktivitäten – vorwiegend Back-Office-Aktivitäten – ins Baltikum und nach Schweden verlagert. Auch im Bereich Transaction Services seien ausgewählte „operationelle Aufgaben“ ins Baltikum verlegt worden, erklärte die Bank Anfang 2018 gegenüber DerTreasurer.

Baudisch leitet seit April Firmenkundengeschäft

Im Frühjahr dieses Jahres gab es zudem noch im Firmenkundengeschäft der deutschen SEB ein größeres Stühlerücken. Seit Mitte April ist Jürgen Baudisch Head of Large Corporates & Financial Institutions bei der deutschen SEB-Tochter. Damit will die SEB in Deutschland eigenen Angaben zufolge „das Geschäft mit Unternehmen, institutionellen Kunden und gewerblichen Immobilieninvestoren ausbauen und einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Beratung deutscher Kunden bei der Energiewende und im Bereich Investmentbanking legen“. Gleichzeitig hatte sich die deutsche Tochter des schwedischen Finanzkonzerns damals vom bisherigen Investmentbanking-Chef Arne Mühlholm getrennt.

Paulus[at]derTreausrer.de

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