Die Leipziger VNG hat ihren Konsortialkredit über 1,3 Milliarden Euro erfolgreich refinanziert.

VNG AG

17.02.15
Persönlich & Personal

VNG verlängert Konsortialkredit

Die Leipziger VNG hat ihren Konsortialkredit über 1,3 Milliarden Euro erfolgreich refinanziert. Alexander Fröhlich, Leiter Finanzen, spricht über seine Erfahrungen mit dem Instrument. Für ihn und sein Unternehmen birgt der Kredit einige Vorteile.

Die VNG – Verbundnetz Gas hat ihren vor zwei Jahren über 1 Milliarde Euro begebenen Konsortialkredit knapp ein Jahr vor Laufzeitenende refinanziert. Insgesamt beträgt der Wert nun 1,3 Milliarden Euro. „Das Gesamtkreditvolumen ist konstant geblieben“, sagt Alexander Fröhlich, seit Ende 2014 Leiter Finanzen bei der VNG.

„Mit dieser Refinanzierung ist es uns gelungen, unser gesamtes bilaterales Finanzvolumen im Konsortialkredit unterbringen. Jetzt haben wir das gesamte Kreditliniengeschäft gebündelt“, erklärt er weiter. Zusätzlich finanziert sich das Unternehmen aus Schuldscheinen in Höhe von derzeit rund 275 Millionen Euro.

VNG: Gute Erfahrungen mit Konsortialkredit

Für den Erdgasspezialisten aus Leipzig war der 2013 begangene Schritt zum Konsortialkredit Neuland und hatte einen Großteil der bis zu jenem Zeitpunkt genutzten bilateralen Kreditlinien abgelöst. Ein Grund warum das Unternehmen seine Finanzierung neu strukturierte, war das für Energieunternehmen damals schwierige wirtschaftliche Umfeld.

„Manch ein Bankpartner wollte bei den Prolongationen von bilateralen Kreditlinien keinen zeitlichen Nachrang mehr akzeptieren“, sagte Nico Klingler, Vorgänger Fröhlichs als Leiter Finanzen und heutiger Bereichsleiter Finanzen/Controlling, seinerzeit gegenüber DerTreasurer.

Die Erfahrungen mit dem für die VNG neuen Instrument waren sehr positiv. Mit der Refinanzierung untermauert das Unternehmen den Schritt, den Konsortialkredit als Fundament zur Finanzierung zu nutzen. „Der Konsortialvertrag ist für uns keine einfache Back-up-Linie wie bei anderen Unternehmen. Wir nutzen den Kredit aktiv“, erklärt Fröhlich. Daher habe sich VNG auch dazu entschieden, die Refinanzierung möglichst frühzeitig zu sichern, was ihr ein Jahr vor Ende der eigentlichen Laufzeit auch gelungen ist.

Bessere Konditionen als noch vor zwei Jahren

Die Konditionen beschreibt das Unternehmen als attraktiv. Details möchte Fröhlich jedoch nicht nennen. Er verrät nur, dass alle Margen bilateral mit den teilnehmenden Banken verhandelt wurden und die Konditionen insgesamt günstiger waren als 2013. Federführend koordiniert wurde die Transaktion von der Commerzbank und der Deutschen Bank. Insgesamt gehören dem Bankenkonsortium 14 Banken an, zwei mehr als noch vor zwei Jahren. Ein Großteil der damaligen Partner war auch dieses Mal wieder dabei.

Im Vorfeld der Transaktion ging das VNG-Team auf jede Bank einzeln zu. „Uns war es wichtig, die genaue Position der Geldhäuser zu erfahren. Daher haben wir zunächst unverbindliche Angebote eingeholt“, sagt Bereichsleiter Klingler. Dadurch habe man auch besser sehen können, wie die Partner das Unternehmen einschätzen. „Wir konnten uns sehr genau überlegen, mit wem wir kooperieren möchten.“

Der neue Kredit läuft nun über fünf Jahre. Das Geld soll verwendet werden, um sowohl Investitionen als auch das operative Geschäft zu finanzieren. Fröhlich ist vom Konsortialkredit überzeugt: „Wir haben die Strukturen des Konsortialkredits in den vergangenen zwei Jahren schätzen und lieben gelernt.“

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