Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson testet bei seinem vierten Schuldschein eine digitale Emissionsplattform.

Wacker Neuson

04.07.19
Persönlich & Personal

Wacker Neuson finanziert Wachstum mit Schuldschein

Wacker Neuson hat bei seinem vierten Schuldschein erstmals eine digitale Plattform genutzt. CFO Wilfried Trepels wünscht sich aber, dass „die Schuldscheinemission künftig zu 100 Prozent digital abgewickelt werden könnte“.

Wacker Neuson hat einen Schuldschein über 150 Millionen Euro platziert. Ursprünglich hatte der Baumaschinenhersteller nur einen Emissionserlös von 125 Millionen Euro angestrebt. Aufgrund der mehr als zweifachen Überzeichnung und der günstigen Konditionen hat sich der SDax-Konzern eigenen Angaben zufolge jedoch dazu entschieden, den Schuldschein aufzustocken.

Das Papier gliedert sich in zwei Tranchen. „Die Konditionen waren sehr gut“, sagt Wilfried Trepels, CFO von Wacker Neuson. "Den siebenjährigen Teil konnten wir für unter 1 Prozent begeben, den fünfjährigen für unter 0,7 Prozent." Damit erfolgte die Zuteilung Unternehmensangaben zufolge am unteren Ende der Vermarktungsspanne. NordLB und Unicredit haben die Transaktion begleitet.

Mit dem Emissionserlös will Wacker Neuson seine im Rahmen der Strategie 2022 gesteckten Wachstumsziele finanzieren. Der Baumaschinenhersteller plant, im Jahr 2022 einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro und eine Ebit-Marge von mehr als 11 Prozent zu erzielen. Zum Vergleich: 2018 erwirtschaftete Wacker Neuson bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro eine Ebit-Marge von 9,4 Prozent. „Wir sind auf einem guten Weg, unsere anvisierten Ziele in den kommenden drei Jahren zu erreichen“, sagt Trepels.

Wacker Neuson nutzt Plattform Finpair

Für das SDax-Unternehmen war es der vierte Schuldschein in der Unternehmensgeschichte. Erstmals nutzte Wacker Neuson dabei eine digitale Emissionsplattform, und zwar die von der NordLB initiierte Plattform Finpair, über die Unternehmensangaben zufolge bislang zehn Transaktionen mit einem Volumen von insgesamt 800 Millionen Euro abgewickelt worden sind. „Die Digitalisierung wird für uns immer wichtiger - auch in den Finanzbereichen. Daher wollten wir eine solche Plattform ausprobieren“, sagt CFO Trepels.

Welche Vorteile Wacker-Neuson-CFO Wilfried Trepels sieht, wie hoch die Kostenersparnis sein sollte und wo er noch Verbesserungsbedarf bei der digitalen Schuldscheinemission sieht, erfahren Sie in der E-Magazin-Ausgabe 13-2019 von DerTreasurer.

Paulus[at]derTreausrer.de

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