ZF Friedrichshafen schließt Akquisitionsfinanzierung ab

09.07.15 09:03

ZF-Treasury-Chef Ulrich Rüger über den TRW-Deal

Von Desirée Backhaus und Markus Dentz

Die Finanzierung war einer der Schlüsselfaktoren bei der Übernahme von TRW durch ZF Friedrichshafen. ZF-Corporate-Finance-Chef Ulrich Rüger und Stefan Füßinger, Director Finanzierung, sprachen mit DerTreasurer über die größte Akquisitionsfinanzierung ihrer Karriere.

Ulrich Rüger, Corporate-Finance-Chef bei ZF Friedrichshafen, im Interview mit DerTreasurer.

Jens Küsters

Ulrich Rüger, Corporate-Finance-Chef bei ZF Friedrichshafen, im Interview mit DerTreasurer.

Es ist vollbracht: Seit dem 20. Mai gehört TRW Automotive offiziell zu ZF Friedrichshafen. Mit der größten Übernahme in der einhundertjährigen Firmengeschichte (9,6 Milliarden Euro auf währungsgesicherter Basis) stößt das Stiftungsunternehmen in die Liga der weltgrößten Automobilzulieferer wie Bosch und Continental vor. Der Umsatz verdoppelt sich nahezu von 18 Milliarden Euro auf 33 Milliarden Euro, ebenso wie die Zahl der Mitarbeiter, die von 72.000 auf über 130.000 steigt.

Für Ulrich Rüger, Executive Vice President Corporate Finance bei ZF, und seinen Mitarbeiter Stefan Füßinger, Director Finanzierung/Finanzcontrolling geht ein Mammutprogramm zu Ende: den größten Schuldschein, den je ein deutsches Unternehmen emittiert hat, das erste externe Rating für ZF, die ersten Anleihen in Euro und US-Dollar. Themen, die das Finanzteam in dieser Größenordnung zuvor nicht bearbeitet hatte, wie die Beteiligten offen einräumen. „Es war natürlich eine große Herausforderung. Aber wenn ich dieses Jahr Revue passieren lasse, war es mit das Beste, was jemandem in seiner Treasury-Karriere passieren kann“, sagt Rüger.

Treasury-Abteilung war von Beginn an in den TRW-Deal involviert

Der Startschuss fiel im Mai 2014, wie er im Gespräch mit DerTreasurer verrät: Damals saß der Chef der Corporate-Finance-Abteilung erstmals in kleiner Runde unter anderem mit seinen Vorgesetzten CFO Konstantin Sauer und CEO Stefan Sommer zusammen. „Die Treasury-Abteilung war von Beginn an in die Transaktion involviert“, sagt Rüger. Denn während sich die industrielle Logik des TRW-Deals sowohl intern als auch später extern schnell erschloss, galt die Akquisitionsfinanzierung als einer der Schlüsselfaktoren. „Bei einer Übernahme dieser Größenordnung war klar: Wir können sie uns nur mit einer guten, für ZF stemmbaren Finanzierung leisten.“

Was die größte Herausforderung für die Finanzer bei ZF war, lesen Sie im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer.

Backhaus[at]derTreasurer.de

 

 

Das komplette Interview mit ZF finden Sie in der Titelgeschichte der neuen Printausgabe.