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14.08.19
Risiko Management

Brexit: Bei den Banken hakt es noch

Die meisten Banken rechnen inzwischen mit einem No-Deal-Brexit am 31. Oktober, beobachtet die Beratung Pwc. Die rechtliche Infrastruktur steht, aber viele Londoner Einheiten blockieren bei der operativen Verlagerung.

Seit der Verschiebung des Brexit-Datums auf den 31. Oktober ist es ruhig geworden in der Bankenwelt. Doch nun kommt wieder Bewegung in die Verlagerungsaktivitäten der Häuser. Das beobachtet Stephan Lutz, Leiter des Bereichs Capital Markets bei Pwc Deutschland: „Nach der Wahl von Boris Johnson zum britischen Premierminister ist ein No-Deal-Brexit zum 31. Oktober für viele Auslandsbanken inzwischen das Base-Case-Szenario.“

Das bedeute aber nicht, dass bereits alle Banken für einen solchen Fall gerüstet seien, meint der Berater. Zwar hätten viele Institute mit den für sie wichtigsten Kunden das Re-Papering der Verträge auf die neuen EU-Einheiten abgeschlossen. „Die rechtliche und technische Infrastruktur steht in vielen Fällen“, meint Lutz. „Die operative Verlagerung scheitert aber oft noch am Widerstand der Londoner Zentrale.“ Die dortigen Verantwortlichen fürchten wohl nicht zu Unrecht einen Bedeutungsverlust, wenn Geschäfte nicht mehr über ihre Bilanz laufen.

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