Negative Wechselkurseffekte auf Rekordniveau

10.07.15 08:00

FX-Volatilität frisst Unternehmenserträge

Von Desiree Backhaus

Die Einbußen durch negative Wechselkurseffekte waren für internationale Großkonzerne im ersten Quartal 2015 so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Zwar leiden vor allem US-Konzerne, aber auch in Europa summieren sich Milliardenbeträge.

FX-Volatilität frisst Unternehmenserträge

rforgo/iStock/Thinkstock/Getty Images

Der starke Dollar belastet US-Konzerne, doch auch europäische Unternehmen haben mit Wechselkursschwankungen zu kämpfen.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres haben internationale Großkonzerne so stark unter Wechselkursschwankungen gelitten wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus einer Auswertung von Fireapps hervor, einem Anbieter von Softwarelösungen zur Analyse von FX-Exposures. Demnach summieren sich die Ertragseinbußen durch FX-Effekte bei 1.200 börsennotierten Unternehmen aus den USA und Europa in den ersten drei Monates des Jahres auf mindestens 31,68 Milliarden US-Dollar (28,30 Milliarden Euro). Das sind 57 Prozent mehr als im vierten Quartal 2014 und viermal so viele wie im ersten Quartal 2014. Der tatsächliche Effekt dürfte noch größer sein, da nicht alle betroffenen Konzerne ihre Einbußen quantifizieren.

Mit fast 29 Milliarden US-Dollar geht der ganz überwiegende Teil der negativen Effekte auf das Konto amerikanischer Unternehmen, die mit 850 Teilnehmern auch die Mehrheit der untersuchten Konzerne ausmacht. Dennoch: Die FX-Einbußen sind dort die höchsten seit Beginn der Erhebung vor vier Jahren.

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Backhaus[at]derTreasurer.de