HSBC und Commerzbank erwarten quantitative Lockerung ab 2015

05.09.14 09:01

Nach EZB-Leitzinssenkung: Euro verliert an Wert

Von Desiree Backhaus

Bayer, Linde, Adidas: Zahlreiche Unternehmen haben zuletzt unter der Euro-Stärke gelitten. Doch in den vergangenen Wochen hat sich das Blatt gewendet: Der Euro ist so schwach wie seit 14 Monaten nicht mehr. Die aktuelle EZB-Leitzinssenkung befeuert die Entwicklung – und Ökonomen rechnen schon mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung.

Die EZB ergreift immer drastischere Mittel, der Euro verliert an Wert.

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Die EZB ergreift immer drastischere Mittel, der Euro verliert an Wert.

Der Euro steht derzeit auf dem tiefsten Stand seit 14 Monaten: Auf 1,30 US-Dollar brach er gestern Abend ein, nach dem die EZB überraschend den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt hatte. EZB-Chef Mario Draghi kündigte außerdem an, dass die EZB ab Oktober Asset Backed Securities und Pfandbriefe kaufen wird. Mit dem Aufkauf von Staatsanleihen (Quantitative Easing) könnte die Bank ab 2015 beginnen, glauben die Volkswirte der HSBC und der Commerzbank.

Der Abwertungsdruck auf den Euro nimmt weiter zu. Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet für 2017 gar mit einer Euro-Dollar-Parität.

Wie andere Banken die weitere Entwicklung des Euro beurteilen und welche Konsequenzen dies für Unternehmen hätte, lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.

Backhaus[at]derTreasurer.de