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27.03.18
Risiko Management

Warum Treasurer bei Currency-Overlay-Management zurückhaltend sind

Immer mehr Banken bieten ihren Firmenkunden Currency-Overlay-Management an. Doch Treasurer reagieren zurückhaltend auf die Avancen. Dabei gibt es Fälle, in denen sich das Outsourcing für Unternehmen lohnen kann.

Die Helaba hat vor Kurzem ein Currency-Overlay-Programm speziell für ihre Firmenkunden gestartet. Bei diesem Ansatz im Währungsmanagement entscheiden mathematische Verfahren, ob Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden oder nicht. Damit reiht sich die Landesbank in die wachsende Riege der Banken  ein, die mit ihren Currency-Overlay-Programme speziell auf Corporate Treasurer zugehen. „Wir sehen derzeit einen Angebotstrend in diesem Bereich“, bestätigt Christoph Belafi,  Partner bei der Risikomanagement-Beratung d-fine.

Senkt Currency-Overlay-Management die Kosten der FX-Sicherung?

Bessere Hedging-Entscheidungen, geringere Sicherungskosten, mehr Automatisierung – mit diesen Argumenten werben Berenberg, Metzler, BNP Paribas, HSBC & Co. um Kunden. Aber auch für die Banken selbst ist das Overlay-Management einträglich: Einerseits entstehen abgesehen vom Vertrieb kaum zusätzliche Kosten, weil sie die Modelle für ihre Fonds-Management-Mandate ohnehin entwickelt haben. Andererseits winken Provisionserträge, die im derzeitigen Zinsumfeld besonders im Fokus stehen. Hinzu kommt: Weil die Bank den Unternehmen Risikopositionen abkauft, kann sie ihr eigenes FX-Exposure über Nettingeffekte optimieren.

Die meisten Unternehmen reagieren nach Beobachtungen dieser Publikation allerdings zurückhaltend auf die Avancen der Banken. Was die Gründe für die ablehnende Haltung sind und unter welchen Umständen sich Currency-Overlay-Management für die Unternehmen lohnen kann, das lesen Sie im Aufmacher des aktuellen E-Magazins.

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