Emir-Compliance im Fokus

09.12.14 11:37

Bellin: Update für Treasury-System tm5

Von Markus Dentz

Bellin präsentiert das zweiten Update dieses Jahres für das Treasury-System tm5. Dabei spielen besonders Lösungen für Emir-Compliance eine Rolle - aber nicht nur.

 

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Neues Update für die Treasury-Management-Software tm5

Bellin, der Anbieter von Treasury-Lösungen, hat das Treasury-System tm5 in einem zweiten großen Update in diesem Jahr angepasst. Ein Teil der  Änderungen betrifft das Thema Emir-Compliance. Da dem Unique Trade Identifier (UTI) inzwischen eine größere Bedeutung zukommt, wird er sowohl beim eigenen Bellin Matching Service als auch beim in tm5 integrierten Matching via Misys automatisch übernommen.

Des Weiteren passt der Anbieter die Software nach den Vorgaben der Esma weiter an. „Wir sind hier voll lieferfähig“, sagt Martin Bellin, CEO und Gründer des Unternehmens. „Allerdings gibt es hier immer noch aufsichtsrechtliche Unklarheiten, was zu Herausforderungen bei unseren Kunden und auch im Dialog mit den Wirtschaftsprüfern führt.“

Partnerschaft mit Swift ausgebaut

Einen wichtigen Trend sieht Bellin im Thema Zahlungsverkehr, den der Anbieter in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hat. Kunden können schon lange Anbindungen auf der Basis lokaler Standards wie Ebics und direkt mit Banken als Host-to-Host-Verbindung nutzen. Seit vergangenem Jahr besteht auch die Direktanbindung an das Swift-Netzwerk. Die Kooperation mit Swift hat das Softwarehaus vor rund einem Jahr besiegelt – rund 30 Kunden nutzen die Direktanbindung über tm5 inzwischen. „Jetzt können über diesen Kanal auch Daten für den Bereich Trade Finance automatisch ausgetauscht werden“, sagt Martin Bellin. Ein Großteil dieses Geschäfts läuft heute noch sehr papierbasiert ab. „Ich rechne aber damit, dass sich das in den nächsten Jahren einschneidend ändern wird“, glaubt Bellin.

Diese Änderungen könnten künftig auch den Bereich der Kontoführungsdaten ausweiten, die heute noch stark dokumentenbasiert sind. „Künftig wäre es erstrebenswert, ganz auf physische Dokumente zu verzichten“, sagt Bellin. Ein derartiges umfassendes Electronic Bank Account Management (eBAM) wäre denkbar, ist allerdings momentan noch Zukunftsmusik. Weitere Änderungen im Zuge des tm5-Updates gab es bei einem neuen Modul für das externe Forderungsmanagement und in der Liquiditätsplanung.

Dentz[at]derTreasurer.de