Litreca

15.10.18
Software & IT

Litreca: „Entwickeln unsere Software in Deutschland“

Litreca-CEO Jürgen Hamann spricht mit DerTreasurer über neue Produkte und Technologien des Softwareanbieters.

Fusionen und Übernahmen sind im Bereich der Finanzsoftware an der Tagesordnung. Bereits im April 2014 haben sich die Softwareanbieter Sax Systemhaus aus Stuttgart und GMT Global Market Touch aus Norderstedt bei Hamburg zusammengeschlossen. Seither agieren sie unter dem gemeinsamen Firmennamen Litreca. „Für uns war das Zusammengehen damals ein logischer Schritt, um das Geschäft zu stärken und die Unabhängigkeit zu behalten“, sagt Vorstand Jürgen Hamann heute. In diesem Jahr hat sich allerdings das Personaltableau im Vorstand geändert: Mit Martin Hasenberg hat der ehemalige Geschäftsführer und Gründer der GMT den Softwareanbieter im Februar dieses Jahres „aus persönlichen Gründen“ verlassen, sei aber weiterhin Aktionär, sagt der jetzige Alleinvorstand Hamann.

Ähnlich wie Serrala, die ehemalige Hanse Orga, hat Litreca seit dem Zusammenschluss sowohl ein SAP-integriertes als auch ein ERP-unabhängiges Angebot. „Damit wollen wir den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden“, erklärt Hamann. Besonders gefragt sei derzeit weiterhin das Kernprodukt Kontoauszugsverarbeitung als „Basis für den gesamten Zahlungsverkehr“. Auch das Thema Bankenkommunikation erzeuge hohes Interesse. Der Litreca-CEO nimmt aber auch den Bedarf nach integrierten „Cockpit-Lösungen“ wahr.

Litreca überarbeitet seine Treasury-Lösung

Momentan überarbeitet der Softwareanbieter seine Treasury-Lösung vollumfänglich, geplanter Starttermin ist das Frühjahr 2019. „Die Kunden erwarten von uns neueste Technologien und modernes Design“, sagt Hamann zu den Hintergründen. Litreca will durchaus neue Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen vorantreiben. „Hier sehen wir sehr großes Potential“, sagt er.

Für den Vorstand ist auch ein weiterer Aspekt von hoher Bedeutung: „Wir entwickeln unsere Software in Deutschland“, sagt Hamann. Das sei zwar teurer als im Ausland, der Anbieter sieht sich aber in der Verantwortung für den Standort. Vor kurzem wurde Litreca vom Bundesverband IT-Mittelstand mit dem Gütesiegel „Software Made in Germany“ ausgezeichnet. Derzeit erwirtschaften die etwa 60 Mitarbeiter rund 5 Millionen Euro Jahresumsatz mit rund 600 Konzernkunden. Für die Zukunft planen die Stuttgarter weiteres Wachstum. Ein weiterer Zukauf ist zwar nicht unbedingt geplant, Litreca-CEO Hamann zeigt sich aber offen, sollte sich eine passende Option bieten.

Dentz[at]derTreasurer.de

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